Reisen mit Kindern

Hallo ihr Lieben,

7 Monate ist unser Babymädchen 2.0 nun schon. Bisher sind wir aber leider noch nicht viel unterwegs gewesen. Das hat eigentlich ganz banale Gründe, zum einen natürlich, dass meine Frau arbeitet und zum anderen, das liebe Geld. Ich bin ja über ein Jahr in Elternzeit und nehme somit Elterngeld Plus in Anspruch. Leider hab ich keinen sehr hohen Verdienst und somit ein sehr überschaubares Elterngeld. Aber nichtsdestotrotz waren wir bereits ein paar Tage an der Ostsee, unter andrem zum Familienbesuch.

Ein bisschen müssen wir uns noch eingrooven zu zu viert. Einander Freiräume zu schaffen ist so auch im Urlaub nicht mehr so einfach wie es zu dritt war. Aber es wird, wir haben mittlerweile schon einen sehr guten Rhythmus und uns sehr gut an das Leben zu viert gewöhnt. Im letzten Urlaub war das Babymädchen auch erstaunlich entspannt und es waren wirklich ein paar tolle Tage. Selbst die 5 Stunden Autofahrt haben beide Mädels toll gemeistert.

Als nächstes steht jetzt aber etwas größeres an. Wir fliegen! Nach Mallorca! Und wir freuen uns schon sooo sehr! Leider dauert es noch ein paar Wochen, aber andererseits ist das auch ganz gut so denn vorher steht noch einiges an und so wird der Vorbereitungsstress hoffentlich etwas minimiert. Ehrlich gesagt bin ich schon ziemlich aufgeregt wie die Mädels den Flug meistern werden. Als unsere Große 10 Monate alt war, waren wir auch auf Mallorca. Die Flüge hat sie super gemeistert, die Autofahrt leider nicht so. 😣

Mal sehen wie die Kleine das macht, sie ist dann 2 Monate jünger. Sollte ihr das Fliegen nicht gefallen, wird man sie nicht überhören können, denn ein lautes Organ hat sie! 😂🙈

Dann fahren wir im Sommer nochmal ein paar Tage an die Ostsee, da haben wir uns dann auch Strandbesuche und einen Besuch auf Karl’s Erdbeerhof vorgenommen, darauf freuen wir uns sehr das wird bestimmt für die Kinder toll!

Und dann wollen wir im Dezember, zum 01. Advent endlich, endlich mal wieder nach Berlin! Das war eine ganz spontane Idee, eigentlich hatten wir gesagt wir wollen uns den Stress der Hauptstadt im Advent mit Vierjähriger und Einjähriger ersparen aber die Sehnsucht ist einfach zu groß. Berlin bedeutet uns als Paar unglaublich viel und wir sind schon viel zu lange nicht da gewesen. Das letzte Mal in der Frühschwangerschaft mit der Großen. Wir werden den Trip einfach den neuen Umständen anpassen und einfach mal schauen was man evtl. mit zwei wuseligen Mädels noch erleben kann, neben verschiedenen Weihnachtsmärkten. Wenn ihr Tipps habt, immer her damit! Wohnen werden wir in Mitte, Bahnfahren stört uns aber nicht. 😉

Seid ihr auch gereist in der Elternzeit oder habt es noch vor?

Frühlingsgefühle

Dieses Jahr hat der Frühling gefühlt ewig auf sich warten lassen. Im letzten März hatten wir bei 24 Grad die Füße in der Nordsee, dieses Jahr gab’s Schnee am 01. April. Aber endlich endlich soll er nun doch noch kommen, der Frühling.

Ich muss sagen ich habe wirklich langsam Lagerkoller. 2 Kinder, darunter ein Baby, an und aus und umzuziehen nur um dann eine Stunde in der Kälte zu sein. Uff, das habe ich mir dann doch öfter gespart als es mir selbst lieb ist. Aber nun braucht man nicht mehr ganz so viel anziehen, in den dünneren Sachen fühlt die Kleine sich wohler, und die Große kann sich fast ganz alleine fertig machen nur beim Reißverschluss braucht sie noch Hilfe. So sind wir in der Hälfte der Zeit fertig und es ist entspannter und somit auch schöner für uns alle. Ich hoffe inständig ich kann die dicken Sachen jetzt wirklich weit weghängen und wir fallen nicht mehr sehr in den einstelligen Bereich.

An der Kinderfront kämpfen wir momentan mit dem deutlich schlechteren Schlaf des Babymädchens, ich denke es liegt am zahnen, an allem was sie neu lernt, kann und täglich erlebt. Sie ist jetzt eben schon gar nicht mehr so Baby und nimmt recht aktiv am Tag teil. Das sie das stärker verarbeiten muss ist ja auch klar. Es kann nur besser werden. „Augenringe sind auch Schmuck“ sag ich da. 😂

Und leider haben wir an zweiter Stelle auch immer noch das Problem, dass die Große nicht zuverlässig trocken ist. Momentan ist es wieder besonders extrem und sie hat manchmal mehrere Pipiunfälle am Tag. Die Erzieher beim Entwicklungsgespräch waren allerdings total begeistert von ihr und ihren kognitiven Fähigkeiten. Auch von ihrer Sprache sind sie begeistert und machen sich gar keine Gedanken um die Unfälle. Sie hat einfach den kleinen Kopf zu voll mit allem anderen da rückt der Gang zum Klo oft in dem Hintergrund. Kann ich einerseits total nachvollziehen, andererseits ziehen Tage an denen sie 5 Hosen verbraucht echt an meinen Nerven. Aber es kann nur besser werden und vielleicht hilft uns da auch das wärmere und bessere Wetter.

Ach meine Mädels, ich freue mich so auf die Draußenzeit mit euch! ❤️

6 Monate Babymädchen 2.0

Ich fange an wie immer wenn ich ein Update schreibe:

Un-glaub-lich! Wie kann mein Baby schon 6 Monate alt sein? Wurde sie nicht grade erst geboren?

Meine liebste Greta,

fröhlichen Halbgeburtstag du tolles Baby! Du hast ein wahnsinnig fröhliches und ausgeglichenes Wesen, lachst viel, weinst eigentlich nur wenn dir etwas weh tut oder du sehr müde oder hungrig bist und Mama und Mami sich nicht schnell genug darum kümmern. In deinem 6. Lebensmonat hast du gelernt dich vom Bauch auf den Rücken zu drehen, der Dreh zurück klappt noch nicht ganz, aber du bist nah dran. Nach wie vor liegst du aber lieber auf dem Rücken. Du drehst dich auf dem Rücken liegend um deine eigene Achse und behältst so alles im Auge und erreichst viele deiner Spielsachen. Du magst es wenn Dinge knistern, Rasseln oder quietschen, alles was auf dem Tisch ist an dem wir sitzen ist interessant und du musst es anfassen. Anfassen und in den Mund stecken musst du im Moment sowieso am liebsten alles.

In deinem 6. Lebensmonat hast du dein erstes Fieber überstanden und deine Mamas mit vielen schlaflosen Nächten gequält. Eigentlich sind wir davon verwöhnt, dass du ein guter Schläfer bist, ein bis maximal 2x die Nacht wach wirst um zu trinken und direkt weiterschläfst. Momentan machst du gerne die Nacht zum Tag, bist zeitweise stundenlang wach. Ich hoffe inständig, das ist hauptsächlich diesem blöden Infekt geschuldet und legt sich bald wieder. Du darfst gerne wieder zu deiner gewohnten Schlafroutine zurückkehren.

Du liebst deine große Schwester über alles und sie dich. Du reagierst sehr empfindlich auf ihre Stimme und wirst oft direkt wach wenn sie lacht oder etwas lauter spricht. Dadurch gestalten sich die Wochenenden immer etwas schwierig denn du machst deinen Mittagsschlaf nach wie vor bei uns im Wohnzimmer und am liebsten auf Mama. Besonders wenn du krank bist. Richtig zur Ruhe kommst du aber nicht wenn die Muckeline dabei ist und uns was erzählt, singt oder spielt. Über kurz oder lang müssen wir da eine andere Lösung finden und du deinen Mittagsschlaf vielleicht oben in deinem Bettchen halten. #vorsätze

Vor etwa 14 Tagen haben wir ganz langsam mit Beikost begonnen. Genau wie die Große magst du eher das selbstessen als das mit Brei gefüttert werden. Das ekelt sich teilweise regelrecht. Wir gehen also wie schon bei der Großen zu blw über, werden es hier und da aber immer mal wieder mit (Obst)Brei versuchen.

Du bist im Vergleich zu deiner Schwester ein großes Kind. Aktuell bist du etwa 67cm lang und 8100g schwer. Nach und nach sortiere ich die Bodies und Oberteile in Größe 68 aus und 74 ein. Langarmbodies in 74 besitzen wir leider kaum, ich habe nun noch 2 gekauft und hoffe so kommen wir durch die letzten kalten Tage denn kurzärmlige und auch viele ohne Arm in Größe 74 und 80 sind reichlich vorhanden. Dein Gewicht beginnt langsam zu stagnieren, in den letzen 4 Wochen hast du nur rund 150g zugenommen. Das kann aber auch am Kranksein liegen. Lassen wir uns mal überraschen.

Auf jeden Fall freue ich mich auf das nächste halbe Jahr mit dir, auf weitere Meilensteine wie den ersten Zahn, das erste Wort, das erste krabbeln und die ersten Schritte. Aber bitte mein Schatz, mein Baby, lass dir Zeit und werde nicht ganz so schnell groß, ja? Mami, Madita und Mama lieben dich sehr! ♥️

Gartenliebe

Ich sitze hier und schaue in unseren wunderschönen, von der Sonne geküssten Garten. Da fällt mir ein, dass ich gerne mal ein paar Dinge zum Gärtnern und vor allem zum Erhalt der Natur, sagen möchte.

Letztes Jahr ist mir in den sozialen Medien verstärkt aufgefallen, dass sehr viele Leute über das wegbleiben verschiedener Singvögel klagen, oder auch darüber dass sie bis in den Sommer hinein keine Hummeln oder Bienen, ja manche nichtmal einen Schmetterling, gesehen haben. Wieder schaue ich in meinen Garten und frage mich „wie kann das sein?!“ Wir haben hier alles was das Singvogelfreundeherz begehrt, vom Spatz über den Specht bis zum Eichelhäher ist alles vertreten. Die ersten Hummeln sieht man hier mit den ersten warmen Tagen im März, manchmal sogar schon Ende Februar. Sobald das Wetter etwas stabiler über 0 Grad bleibt kommen auch die Bienen und Schmetterlinge.

Klar, wir leben ländlich, wohnen am Waldrand, aber, und das ist ein großes aber, wir tun trotzdem viel dafür diese Artenvielfalt genießen und bei uns begrüßen zu dürfen. Mir wurde die Liebe zur Natur quasi in die Wiege gelegt, auch wenn ich sie erst in den letzten Jahren so richtig wiederentdeckt habe und mit Freude selbst dabei bin. Mein Vater ist mit den ersten warmen Sonnenstrahlen im Februar draußen im Garten. Er pflanzt und säubert, macht den Garten frühlingsfit. Das war schon immer so. Er ist einfach immer draußen und hat ständig neue Projekte. Besonders die heimischen Insekten und Singvögel liegen ihm am Herzen und er tut viel für ihren erhalt. Das geht von Insektenhotels über verschiedene Nistkästen bis hin zu Sträuchern und Blumen die extra für Hummeln, Bienen und Schmetterlinge sind. Auch bestimmte Früchte und Beerenbüsche gibt es. Natürlich werden die nicht abgeerntete und im Herbst auch nicht geschnitten denn es ist Nahrung für die Vögel. Seit letzen Herbst gibt es auch einen Unterschlupf für Igel und seit er vor 3 Jahren in Altersteilzeit ging, hat er Bienen. Mittlerweile 5 Völker. Es ist besonders spannend wenn diese Völker sich im Frühjahr teilen und 30-60.000 Bienen ihrer Königin folgen und als Schwarm durch den Garten fliegen. Auch jede Menge Maikäfer und Fledermäuse haben wir hier. Das ist im Frühsommer ein tolles Spektakel wenn sie in der Dämmerung lautlos auf Nahrungssuche sind.

Meiner Meinung nach hapert es insbesondere an Aufklärung. Wie viele Leute haben Angst vor Bienen? Dabei ist das völlig unbegründet. Wenn man sie nicht ärgert und ihre Arbeit machen lässt, sind sie absolut friedfertig und harmlos. Und wenn man sich ein wenig damit auseinander setzt, erkennt man auch schnell und deutlich den Unterschied zu Wespen und man kann sie gut auseinander halten. Klar, hat man eine Allergie ist es was anderes, aber ich glaube kaum dass jeder den ich kenne eine Allergie auf Bienengift hat. 🙄

Was ich sagen will, jeder kann und sollte etwas für den Erhalt der Insekten, Singvögel und sonstiger Nutztiere tun und dann darf sich auch bald wieder jeder Berliner über Bienen auf dem Kuchen und Schmetterlinge im Park freuen. Wer keinen Garten sondern nur einen Balkon hat, der kann trotzdem Vogelfutter bereitstellen oder seine Balkonkästen so bepflanze, dass sie nicht nur hübsch aussehen sondern auch viel Nektar bieten.

Wer einen Garten, ob groß oder klein, hat, der sollte nicht allzu akkurat bei der Pflege sein. Damit hilft man schon vielen Tieren. Sie finden Futter in vielerlei für uns trockenen Sträuchern oder Büschen und besonders beim Rückschnitt sollte man die Nistzeiten der Vögel beachten. Im Herbst etwas Laub liegen lassen und die Igel danken es einem. Zudem kann man auch hier ein paar Blumen und Sträucher pflanzen die viel Nektar und/oder Nahrung für Vögel bieten.

Es ist wenig Aufwand und dir Ergebnisse sind unschlagbar. Ich liebe unseren summenden und brummenden Garten, die Vögel die ihrem Nachwuchs das fliegen beibringen und von morgens bis abends Zwitschern. Der von den Bienen produzierte Honig ist übrigens auch nicht zu verachten und auch auf unsere Beerenernte wirken sich die vielen Bienen sehr positiv aus.

Also meine Lieben Gartenfreunde oder die, die es werden wollen, keine Scheu vor Insekten, sie alle sind kostbar und wichtig. Ein Garten muss nicht aussehen wie der der Queen, er sollte leben. Dann macht es auch richtig Spaß und Freude! ♥️

Neuer Blogbeitrag.

Leider musste ich grade wiederholt feststellen, dass passwortgeschützte Beiträge (in diesem Fall ein Fotoupdate) nicht im Reader angezeigt werden. Ich hatte das schon ein, zwei Mal.

Also, es gibt ein Update, wer mal nachsehen mag, gehe bitte über meine Seite. 😉

Mein Tag mit den Mädchen

Heute möchte ich euch ein bisschen davon erzählen wie wir unseren Tag gestalten wenn meine Frau arbeiten ist/geht.

An einem normalen Wochentag geht die Große vormittags in die Kita, irgendwann zwischen 14 und 15 Uhr holen die Kleine und ich sie ab. Das kommt ein bisschen drauf an wie der Tag bis dahin war.

Meistens wacht die Kleine zwischen 6 und 7 auf. Die Große gegen 7. Entweder sind das Babymädchen und ich schon angezogen und die Kinder kuscheln noch eine Runde im Bett, oder wir liegen sowieso noch drin und die Große kommt dazu. Gehen 8:15 oder 8:30 geht es los in die Kita. In der Regel bringt meine Frau sie während die kleine und ich frühstücken und dann etwas spielen und/oder aufräumen bevor sie ihr Vormittagsschläfchen macht.

Mittlerweile schläft sie oft 2x 30 Minuten am Vormittag und dann einmal etwas länger (60-90 Minuten) in der Mittagszeit. Gerne so ab halb eins, eins. Danach fahren wir dann zur Kita und wenn die große Schwester dann da ist gibt es so viel zu gucken, dass nachmittags nicht mehr wirklich geschlafen wird. Meistens möchte das große Kind erst was snacken wenn wir zuhause sind. Dabei darf sie oft eine halbe Stunde Fernsehen. Dann gucken wir was wir machen, spielen in ihrem Zimmer, basteln und malen oder Bücherlesen ist meistens das was sie am liebsten macht. Oder rausgehen wenn das Wetter gut ist. Bei Regen hat sie oft keine Lust. Seit einigen Wochen, ich würde sagen so seit Neujahr, hat Nr.2 damit begonnen um spätestens 19 Uhr schlafen zu wollen. Das heißt Abendessen gibt’s für die Mädels immer so gegen 17:30-17:45 und gegen 18:15 gehen wir dann nach oben. Dort wird sich umgezogen, gewaschen, etc. Oft liegt die Kleine dann in der Mitte wenn ich der Großen aus „der kleine Drache Kokosnuss“ vorlese, die letzten Male schlief sie da aber schon und lag in ihrem Bett. Dort schläft sie idR so 45-60 Minuten bevor sie unruhig wird und ich sie zu mir hole.

In der Zeit genießen die Muckeline und ich unser Einschlaftitual: Lesen, sie trinkt eine kleine Flasche lauwarme Milch, dann kuscheln wir und ich singe bis sie schläft.

Die Nächte sind für mich meistens etwas unbequem und unruhig wenn meine Frau im Nachtdienst ist und ich mit den Mädels im Familienbett schlafe, aber alles in allem bekommen wir alle ausreichend Schlaf. Gegen 22 Uhr und gegen 3 sind meistens nochmal hungerzeiten, aber da trinkt das Babymädchen im Halbschlaf und wird gar nicht richtig wach. Klappt so 98% der Zeit. Toi toi toi! Gegen 6:30 ist die Nacht dann meistens zu Ende. Unter der Woche stehe ich dann auch gleich auf, mache Nr. 2 und mich selbst fertig und helfe dann der Großen. Manchmal will sie mit ins Kinderzimmer kommen wenn ich die Kleine wasche und anziehe, manchmal bleibt sie auch im Bett.

Danach, irgendwann so zwischen halb 8 und 8 wird die Kleine nochmal gefüttert und dann gehen wir runter. Dort wasche ich die Flaschen ab, räume etwas auf, füttere die Katzen, trinke einen Kaffee, die Große trinkt was und isst eine Kleinigkeit. Dann Düsen wir los zur KiTa. Jetzt wo es noch mal so krass kalt ist (-10 Grad morgens um 8), kommt meine Mom rüber und bleibt kurz bei der kleinen. Ich freue mich schon wie blöd auf den Frühling und wärmere Temperaturen. Zwei kleine Kinder anzuplünnen bei der Kälte dauert so schon eine Ewigkeit.

Am Wochenende gehen wir den Tag etwas entspannter an, genauso auch wenn meine Frau da ist. Aber alles in allem muss ich sagen, wir haben uns wirklich gut eingespielt und es klappt (nahezu) stressfrei. Die Mädchen lieben sich abgöttisch und die Muckeline ist oft schon eine riesen Hilfe wenn die Kleine zBsp ungeduldig wird. Auch so fangen sie langsam an toll miteinander zu „spielen“ und zu interagieren. Ich freue mich schon wahnsinnig auf die kommenden Monate und zu sehen wie sich das weiterentwickelt. ❤️

Stillen

Unsere große Tochter wurde 5 Monate voll gestillt, mit 14 Monaten hat sie sich dann selbst abgestillt. Die ersten Monate waren für meine Frau auch oft nicht leicht, immer an das Kind gebunden, das Kind clustert, niemand kann einem die Arbeit abnehmen und so weiter. Aber sie wollte gerne 3 Monate stillen und als diese rum waren hatten die beiden sich so eingespielt, dass meine Frau das stillen genießen konnte und es gerne tat so lange die Muckeline es wollte.

Vor dem Hintergrund stand es für mich außer Frage nicht zu stillen. Muttermilch, insbesondere das Kolostrum, ist einfach das beste was man seinem Kind geben kann. Sicherlich sind die Ersatznahrungen heutzutage auch schon wirklich sehr gut, aber Muttermilch enthält einfach noch viel mehr Stoffe und alleine die Antikörper in ihr sind Gold wert. Aber erstens kommt es anders und 2. als man denkt.

Nach dem beschwerlichen Start ins Leben und dem unterbrochenen Bonding konnten wir dann in einem Nebenraum endlich das erste mal stillen. Leider suchte die Kleine nicht wirklich von selbst die BW sondern ich bot sie ihr an. Sie hat aber gleich angedockt und hatte vom ersten Moment einen festen, nahezu unangenehm starken Zug drauf. Auch wenn ich das gleich bemerkte dachte ich mir nichts dabei. Die erste Nacht war schön, es ging und gut, Baby schlief und stillte die ganze Nacht, war dabei ausgeglichen und zufrieden. Bereits am nächsten Tag waren die BW sehr wund und empfindlich. Ich cremte mit Lanolin und suchte Rat im Internet. Von den Schwestern sah niemand nach uns. Ich bekam Frühstück, Mittag und Abendessen, irgendwann schaute mal ein Arzt rein, der fragte aber nur ob alles okay wäre und war direkt wieder weg. Ich wartete den ganzen Tag auf jemanden der mit mir das Baby waschen wollte aber niemand kam. So wusch ich sie am Nachmittag allein. Meine Frau kaufte lansinoh salbe und Multi Mam Kompressen aber nichts half. Am nächsten Tag fragte ich nach Hilfe, niemand sah sich an wie ich stillte oder fragte ob das Baby gut trank. Es wurde mir kurz und knapp erklärt, dass Baby und ich Bauch an Bauch liegen müssen und dass starke Schmerzen am Anfang ganz normal sind. Komisch dass meine Frau das nie hatte. Ja, die ist ja ein dunkler Typ. Bei hellen Typen ist das schlimmer.

„Ein Glück sind die Norweger unter diesen Voraussetzungen noch nicht ausgestorben“ bemerkte meine Frau.

Wir wurden mit den Problemen allein gelassen.

wieder zuhause wurde es leider nicht besser. Die Nachsorgehebamme die samstags zu mir kam riet zu homöopathischer Wundsalbe für die Brustwarzen und schwarztee. Dann würde es bald besser werden. Erstmal wurde es schlimmer. Beide Brustwarzen waren offen und blutig. Montags morgens spuckte das Babymädchen eine große Ladung geronnenes Blut auf die Wickelkommode. Ich habe mich total erschrocken bis ich realisierte, dass es mein Blut war und nicht ihres.

Leider war auch meine Hebamme keine Hilfe. Ich versuchte mit meinen Hormonen, den Erinnerungen an die Geburt und den Schmerzen klar zu kommen. Ich weinte viel und schrie bei fast jedem anlegen. Ich traute mich schon kaum noch mich zu bewegen aus Angst die kleine wird wach und hat Hunger. Ruhe und Entspannung hatte ich nicht. Ich machte mir und allen anderen leider viel Stress, meine Brustwarzen wollten einfach nicht heilen. Ich googelte mir die Finger wund und versuchte alles. Ging ins stillcafé und hatte 3 Stillberaterinnen hier. Leider konnte mir keine helfen. Ich hatte dann auch noch Soor auf den Brustwarzen, Babymädchen im Mund. Mittlerweile denke ich, es war einfach alles zu verfahren und ich war so enttäuscht dass ich es nicht hinbekam, grade Stillen lag mir doch so am Herzen und war eine Erfahrung die ich unbedingt machen wollte. Aber nicht so.

Nach 8 Wochen, kurz bevor die Elternzeit meiner Frau endete, holte ich mir eine elektrische Milchpumpe. Es tat gut meiner Kleinen weiter MuMi zu geben aber ohne den Stress des Stillens, ohne die Schmerzen und Probleme. Mir ging es psychisch sehr schnell viel besser. Die ersten 14 Tage habe ich die Brust noch ab und zu angeboten, danach nicht mehr. Nach 10 Wochen ausschließlich abpumpen wurde die Milch deutlich weniger, das Abpumpen wurde immer nerviger und anstrengender und ich bin nach und nach auf Pre umgestiegen. Anfang Februar habe ich dann abgestillt. Die Brust wollte sie nicht mehr. Vielleicht hätte ich sie wieder an die Brust bringen und es nochmal versuchen können, aber ich wollte mir und uns nicht wieder so einen Stress machen. Mittlerweile denke ich oft, ich hätte länger am Ball bleiben müssen, es noch mehr versuchen müssen, es hätte klappen können, so viele andere halten Monate durch und stillen dann doch irgendwann schmerzfrei. Aber dann weiß ich auch, dass ich einfach nicht mehr konnte. Ich habe mein Kind abgelehnt weil ich solche Schmerzen hatte. Ich bin kein empfindlicher Mensch, aber das war einfach extrem. So schlimme Schmerzen hatte ich nie zuvor glaube ich.

Fazit: Geht nicht davon aus, dass Stillen einfach intuitiv funktioniert. Das tut es nicht. Informiert euch in der Schwangerschaft und stellt euch auf Probleme ein. Dann seid Ihr nicht so überrumpelt wie ich es war. Auf meine Traumschwangerschaft folgte eine Horrorgeburt und eine katastrophale Stillzeit die mich sehr viel Kraft gekostet hat und mich sehr traurig macht. Aber es ist wie es ist. 4,5 Monate lang hat sie MuMi bekommen und das hätte ich nach der ersten Woche nie gedacht. Und: ich würde es immer wieder versuchen.

Das ist das Stillen wert und vor allem die Babies.

Geburtsbericht

Am Montag den 18.09.2017 war mein eET, zu dem Zeitpunkt wünschte ich mir schon sehr es möge bald losgehen, schlafen war kaum noch drin, sitzen und liegen echt schmerzhaft und stehen sehr anstrengend. Hochschwanger sein war zwar toll weil ich meinen Bauch liebte und weil ich es toll fand, dass ich den Bauchkeks endlich, endlich immer ganz oft und deutlich spüren konnte. 😍

Dieses Foto machte ich morgens am 11.09., ssw 39+0

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Wehen hatte ich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht. Um 9 Uhr war ich zur üblichen Kontrolle an 40+0 bei meiner Gyn. Auf dem Ctg war keine Wehentätigkeit zu sehen, die Herztöne waren aber super und auch meine Werte waren alle gut. Die Untersuchung ergab dann einen fast vollständig verstrichenen Gebärmutterhals und zumindest die Fingerkuppe war einlegbar. Das Gewebe laut meine Gyn weich und geburtsreif.

Im Anschluss an die Untersuchung gingen meine Frau und ich einkaufen und holten die Formulare fürs Kindergeld ab. Unterwegs bekam ich leichte Wehen. Während des Einkaufs musste ich sogar ab und zu stehenbleiben. Im Laufe des Nachmittags wurden sie erst wieder schwächer, gegen Abend hatte ich dann sogar die Wehenapp an. Irgendwann hörte es aber komplett auf und ich schlief in dieser Nacht sehr gut. Gegen halb 7 kroch die Große zu mir ins Bett. Sie wollte noch was vorgelesen haben bevor wir aufstehen mussten. Plötzlich waren die Wehen wieder da und sogar recht intensiv, musste leicht veratmen, aber es war gut aushaltbar. Mit Wehen Auto zu fahren (die Große musste zur Kita) war eine interessante Erfahrung. 😉 wieder zuhause hatte ich eine Zeichnungsblutung in der Slipeinlage und etwas vom Schleimpropf ging ab. Schnell machte ich dieses Foto:

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e es würde mein letztes sein. Die Wehen blieben den ganzen Tag da, waren aber nicht sehr intensiv und eher unregelmäßig. Gegen 17 Uhr ging ich in die Wanne und auch diesen Test bestanden die Wehen. Es waren also echte Geburtswehen. Meine Frau war sehr aufgeregt und wäre am liebsten gleich ins KH gefahren, ich war ganz ruhig und voller Vorfreude. Ich wollte so lange wie möglich zuhause bleiben. Abends auf dem Sofa wurden die Wehen endlich regelmäßiger und länger. Etwa 8 Minuten auseinander und eine Minute lang. Gegen 10 rief ich im Kreißsaal an und fragte um Rat, die Hebamme meinte wenn es mir gut geht solle ich ruhig noch zuhause bleiben. Gegen 11 gingen wir ins Bett. Kaum lag ich hatte ich drei aufeinanderfolgende starke Wehen und ging in den Vierfüsslerstand. Dann platzte meine Fruchtblase. Wir standen also wieder auf, auf der Toilette verlor ich einen großen Schwall Fruchtwasser und den Rest des Schleimpropfs.

Meine Schwester und ihr Freund kamen um bei der Großen zu bleiben. Die 40 Minuten Fahrt ins KH waren wirklich abartig, die Wehen kamen sehr schnell aufeinander und waren sehr schmerzhaft. Sobald ich ausgestiegen war, war es wieder besser. Im Krankenhaus angekommen wurde erstmal ctg geschrieben. Es zeigte gute regelmäßige Wehen.

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en aber noch etwas intensiver werden. Bei der Untersuchung durch die Hebamme war der MuMu fingerdurchlässig und der Gebärmutterhals verstrichen. Und leider fand sie leicht grünes Fruchtwasser. Zuhause war es unserer Meinung nach noch klar. Die Hebamme war aber noch ganz entspannt und meinte ich schaffe das schon. Ich war trotzdem enttäuscht. Irgendwie hatte ich mir mehr erhofft. Und nicht sowas.

Nunja. Ich bekam keinen Zugang und auch keinen Ultraschall da ich ohne ärztliche Intervention nur mit den Hebammen, quasi wie im Geburtshaus, entbinden wollte. Ich ging jetzt erstmal in die Wanne, da konnte ich sogar etwas dösen. Um 6 Uhr war Schichtwechsel, mein MuMu war leider erst bei 3cm, die Wehen immer noch sehr gut auszuhalten. Die liebe Hebi von nachts verabschiedet sich und wünschte mir noch alles Gute. Die Hebamme die ich dann bekam war eigentlich auch sehr nett aber sehr jung und etwas überfordert und gestresst von meinem grünen Fruchtwasser. Da ich ja immer noch keine ärztliche Intervention wollte haben sie mir etwas homöopathisches um die Wehen anzukurbeln. Erst hatte ich den Eindruck es funktioniert, dann bekam ich leider Übelkeit und musste mich mehrfach übergeben. Ich konnte kein Wasser, keinen Tee und auch nichts zu essen bei mir behalten. Es ging mir eigentlich gut und ich hatte auch Appetit, aber es blieb nichts drin. Die Hebamme empfahl mir doch einen Zugang legen zu lassen damit ich Flüssigkeit und etwas Glukose bekommen konnte. Das erschien mir plausibel und ich willigte ein. Natürlich würde jetzt auch der Arzt kommen und mich untersuchen. Aber erst legte die Hebamme den Zugang. Ich sagte Links geht’s am besten, sie versuchte es rechts. Ohne Vorwarnung stach sie plötzlich in die Vene am Handgelenk. Das. Tat. So. Weh! Als ich aufschrie und fragte was sie da mache hat sie den Zugang gleich gezogen und doch Links gelegt. Mittlerweile trug ich das ctg dauerhaft, was so eigentlich nicht vorgesehen aber wegen dem grünen Fruchtwasser wohl nötig war, das und der Zugang schränktet meine Beweglichkeit leider erheblich ein. Als ich bis zum späten Vormittag immer noch nur bei 4-5 cm war, begannen sie mich zum Wehentropf in Kombination mit PDA zu drängen da die Wehen dann intensiver würden, ich mich dann gleichzeitig besser entspannen könnte und die Geburt endlich in Gang käme.

Ich wollte keine PDA, ich wollte aktiv und selbstbestimmt gebären, Geburt erleben! Erst habe ich mich strikt geweigert, dann habe ich aber dem Wehentropf irgendwann zugestimmt. Kurz darauf kam die Ärztin um mich zu untersuchen. Ihre Worte waren: „Hallo! Ich bin Frau Dr. W., ich werde Sie jetzt untersuchen aber ich sage ihren gleich ich bin nicht so zärtlich wie die Hebammen, das wird jetzt wehtun!“ Und dann rammte sie mir ihre Hand vaginal gefühlt bis zum Ellenbogen rein und untersuchte mich so grob, dass ich rückwärts das Kreißbett hochrutschte. Spätestens da kam es zum Geburtsstillstand.

Nun wurde also der Wehentropf hochgeregelt. Alle 15 Minuten 2mg mehr. In kürzester Zeit waren die Wehen überwältigend. Ich bekam einen Wehensturm, hatte keine Ruhepause mehr und schaffte es nicht mehr sie zu veratmen. Ich konnte nur noch schreien. Ich flehte jetzt doch um die PDA und das medizinische Personal hatte erreicht was es wollte. Ich musste eine gefühlte Ewigkeit auf die Ärztin warten, die Hebamme gab mir währenddessen eine Droge intravenös die mich beruhige und sofort alles vernebelte. Ich kann mich nicht erinnern darum gebeten zu haben oder gefragt worden zu sein. Als die Ärztin endlich kam spürte ich ihren Triumph. Sie brauchte drei versuche bis die Nadel saß, der Wehentropf wurde währenddessen nicht ausgemacht. Ich glaube ich habe der Hebamme fast die Hände gebrochen.

Was mir auch niemand gesagt hatte, war, dass man mit einer PDA keinen Urin mehr absetzen kann. Man muss die Blase entweder vorher entleeren oder manuell per Katheter. Warum sollte man eine Patientin auch über sowas aufklären?

Die Hebamme schickte sich also an mir einen Langzeitblasenkatheter zu legen. Alles war taub nur meine klitoris nicht. Sie sprühte ihr Desinfektionsmittel und säuberte den Bereich um meine harnröhre. Dabei rieb sie immer wieder über das empfindliche Organ. Das war so schmerzhaft, dass ich mich verweigerte und sie bat endlich eine Kollegin zu holen. Auch das war unglaublich geburtsfördernd und hat definitiv zum Wohlbefinden der Gebärenden beigetragen. Achtung Ironie.

Die Kollegin immerhin war erfahren. Sie kam, sah und siegte und hat innerhalb von Sekunden den Katheter gelegt. Ich war nun voll verkabelt und bewegungsunfähig. Ein Zustand der sich unerträglich anfühlte.

Die Wehen waren Links immer noch sehr schmerzhaft. Leider war die PDA zu weit rechts, also gab die Ärztin noch mehr Anästhetikum nach und ich musste mich auf die linke Seite drehen. Dort schlief ich umgehend ein.

Etwa eine Stunde später wurde ich wach, genau sagen kann ich das nicht, meine Erinnerung ist ab dem intravenösen Medikament sehr verschwommen. Jedenfalls war mir Speiübel und ich musste mich in hohem Bogen übergeben.

Als meine Frau und 2 Hebammen noch dabei waren mich zu säubern kam die Ärztin und wollte mich schnell nochmal untersuchen bevor sie zu einem Kaiserschnitt musste. „Oh! Der Kopf steht ja schon hier vorne! Sie können direkt pressen.“

Ich spürte nichts! Keine Schmerzen, keinen Druck, kein Verlangen zu pressen. Als ich mich in Position „wuchtete“, spürte ich zumindest einen Widerstand zwischen meinen Beinen, das war wohl ihr Köpfchen. Mein kleines Mädchen hatte sich ganz alleine durch den Geburtskanal gekämpft während ich schlief. Unsere Verbindung war komplett gekappt durch diese scheiss Drogen. Man wies mich an zu pressen wenn die wehe kommt. Welche Wehe? Ich spürte nichts. Die PDA war wohl noch zu stark. Ein Blick aufs ctg half und ich presste. Direkt ab der ersten Presswehe schmiss die Ärztin sich auf meinen Bauch. Sie dachte wohl sie kristellert, aber was sie wirklich tat war mir die Luft abzuschnüren und das pressen noch schwerer zu machen. Beim 2. mal motzte ich sie an ich könne mich gar nicht auf das pressen konzentrieren wenn sie auf mir liegt. Sie war dann doch recht überrascht und lies von mir ab. Stattdessen fragte sie die Hebamme ob sie einen Dammschnitt machen solle aber (zum Glück?!) war ich schon gerissen. Dann sagte sie, etwa nach dem dritten Mal pressen, sie würde jetzt die Saugglocke holen. Ich widersprach entsetzt doch sie meinte das Kind müsse jetzt entbunden werden. Herztöne und so. Zum Glück waren die Hebammen da, die daraufhinwiesen dass alles okay sei und dir Herztöne komplett normal. Ich presste trotzdem um mein Leben und entband mein Kind mit der nächsten wehe. Sie flutsche auch gleich komplett durch.

Am 20.09.2017 um 16:55 erblicke Greta Marleen dann also das Licht der Welt.

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zenta wurde auch direkt geholt. Leider wurde auch das bonding dann unterbrochen, die U1 wurde umgehend gemacht und ich wurde geflickt. Dann musste ich das Bett räumen und wir würden in einen anderen Raum gebracht. Es war alles hektisch und bestimmt kein schönes ankommen für die kleine Maus.

In dem anderen Raum waren wir dann endlich unter uns, Ruhe kehrte ein und wir konnten und kennenlernen. Das erste anlegen erfolgte auch dann und das nächste Dilemma begann.

Dazu aber vielleicht an anderer stelle mehr.

Ich bin froh, dass mein Baby gesund ist, auch ich habe die Geburt körperlich sehr gut überstanden und war noch am selben Abend wieder sicher auf den Beinen. Seelisch sah es lange nicht so gut aus und auch jetzt Kämpfe ich noch damit. Ich wollte so gerne selbstbestimmt und frei entbinden und man hat mich quasi entmündigt. Schlimmer hätte nur noch ein Kaiserschnitt sein können. Wobei die 15 minütige austreibungsphase an deren Ende mir plötzlich das nasse, nackte Bündel auf den Bauch gelegt wurde und ich eigentlich nicht wusste wo es plötzlich herkam, dem ganzen schon sehr nahe kam.

Danke fürs lesen, auch wenn es sehr lang ist. Ich hoffe es ist einigermaßen verständlich und ich habe nichts vergessen.

Lange nicht gelesen…

Hallo Ihr Lieben!

Gleich vorweg, das wird ein sehr langer Blogpost. 😂

Das Ende meiner Schwangerschaft verlief, wie auch schon der Rest, absolut unbeschwert und komplikationslos. Kleine Zipperlein hatte ich zwar, aber wäre ja komisch wenn nicht. Die Geburt war dann leider alles andere als schön und weit von selbstbestimmt, ich leide immer noch sehr darunter und werde wohl auch nochmal einen Geburtsbericht schreiben.

Geboren wurde unsere Kleine dann am 20.09.2017, 2 Tage nach ET, 52cm groß, 3680g schwer und mit einem Kopfumfang von 34cm. 8 Wochen lang habe ich mich mit dem Stillen gequält, meine Nippel wollten einfach nicht abheilen. Seit fast 10 Wochen pumpe ich die Muttermilch nun ab und sie bekommt die Flasche. Zurück an die Brust will sie auch gar nicht mehr. Da ich nun langsam abstillen möchte, weil ich einfach keinen Elan mehr zu pumpen habe, bekommt sie mittlerweile etwa 50:50 Muttermilch und Pre. Stück für Stück will ich die MuMi jetzt ausschleichen.

Heute ist die Kleine schon 4 Monate alt, wiegt stolze 7,3kg und ist ca 64cm groß. Ein kleiner Riese. Ganz das Gegenteil von ihrer großen Schwester, die war ja immer deutlich unter der 50iger Percentile, Babymädchen 2.0 liegt deutlich drüber. Sie ist ansonsten eigentlich sehr ausgeglichen, ein liebes und fröhliches Baby. Sie schläft meistens ganz gut und lässt sich relativ gut ablegen. Autofahren ist an manchen Tagen gar kein Problem, an anderen Tagen schreit sie sich die Seele aus dem Leib. Aber das kennen wir ja. Kann nur besser werden. 😜

Die Große ist eine tolle große Schwester, liebt ihre Kleine abgöttisch und ist auch wirklich sehr verständnisvoll für alles Veränderung die es hier so gegeben hat. Das einzige was uns Sorgen macht, ist dass sie seit der Geburt wieder einpillert. Eigentlich war sie seit dem Frühsommer (tagsüber) trocken und ist auch sehr verlässlich aufs Klo gegangen. Leider pillert sie teilweise mehrmals am Tag in die Hose, zuhause, in der Kita oder auch bei Freunden. Seit neustem geht auch oft das große Geschäft in die Hose. Meine Frau sagt es fehlt ihr an Aufmerksamkeit, das ist bestimmt auch so, aber ich kann ihr nicht mehr geben. Im Gegenteil. Ich bin dadurch mittlerweile so genervt und angekotzt, ja, angeekelt, dass ich oft sehr sauer werde und extrem abweisend reagiere. Ich weiß theoretisch, dass das falsch ist und nur noch mehr Druck erzeugt, aber ich kann es nicht abstellen. Heute haben wir ihr tatsächlich wieder ein Windelhöschen angezogen.

Ein großer Rückschritt, aber ich weiß mir keinen Rat mehr.