Der erste Geburtstag

Etwas verspätet zwar, aber ich möchte euch natürlich noch vom ersten Geburtstag unserer kleinen Madame berichten.

Am 20.09. war der große Tag gekommen. So ganz glauben kann ich es immer noch nicht, dass bereits ein volles Jahr vergangen sein soll.

Unser Babymädchen 2.0 hatte viele liebe Gäste und wir hatten traumhaftes Wetter. Es gab viele schöne Geschenke obwohl ja eigentlich bereits alles in Hülle und Fülle vorhanden ist.

3 Tage vorher war der Termin zur U6, die Kleine wurde geimpft, vermessen und gewogen, ihre Reflexe wurden getestet und auch ihre Augen untersucht. Ihre Sehstärke ist mehr als überdurchschnittlich gut, sie wiegt 9,6kg und ist 74cm groß. Ein perfekt entwickeltes Kleinkind quasi. -für mich manchmal heute noch unfassbar, dass dieser kleine Mensch mal in meinem Bauch war.

Mittlerweile krabbelt sie flink wie ein Wiesel und zieht sich auch an allem hoch. Ein paar Schritte an Möbeln entlang, oder mal an der Hand, macht sie auch, aber das krabbeln wird bevorzugt. Sie lautiert fleißig, mit einem in allen Varianten betonten „Da!“ Erreicht sie auch meistens was sie möchte. Seit dieser Woche kommt nun auch immer öfter ein echtes „Mama“ was sich zum Teil auch schon an mich richtet und mich natürlich sehr freut. 😉 Seit dieser Woche sind wir außerdem in der Kita Eingewöhnung. Bisher läuft das hervorragend, aber auch hier kann ich einfach nicht begreifen, dass mein kleines Mädchen ein Kitakind ist und damit in die Fußstapfen ihrer großen Schwester tritt.

Ach meine Kleine, behalte dir immer dein fröhliches, aufgeschlossenes Wesen und deine neugierige Art. Deine Mamas und deine große Schwester lieben dich sehr und sind so froh dich zu haben! Wir freuen uns sehr auf dein neues Lebensjahr mit dir! Möge es reich sein an Gesundheit, Glück und Freude, möge es erfüllt sein von Liebe und Familienzeit und mögest du wachsen und ein glückliches kleines Mädchen werden (bleiben). Wir lieben dich!

Herbst

Mit großen Schritten kommt er näher, der Herbst. Diesen grandiosen Sommer 2018 lassen wir doch recht wehmütig gehen, viel zu schön war das tagelange draußen sein, die heiße Sonne, die Besuche im Freibad, die Ausflüge in die Eisdiele oder an sonstige tolle sommerliche Orte. Die Abende, und vor allem die Nächte, werden kühler, es bildet sich Nebel und Tau auf den Wiesen. Ganz allmählich verfärben sich die Blätter und die ersten braunen Kastanien liegen am Wegesrand. Die Tage sind zum Teil immer noch sehr warm und manchmal weiß man schon nicht mehr genau was man am besten anziehen soll. Es war schön mit dir, Sommer!

Aber, ich bin auch bereit ihn gehen zu lassen, den Sommer. Nach Wochen ohne Regen, mindestens 2000 geschleppten Gieskannen, vertrocknetem Vorgarten und vertrocknetem Rasen, durchschwitzten Nächten und Tagen an denen man teilweise gar nicht rausgehen konnte freue ich mich auf den Herbst.

Ich freue mich auf Regentage und Matschepfützen, auf knisterndes Herbstlaub und die tiefstehende Sonne, auf Teetrinken und Kekse essen, auf Bücher lesen und Fernseh gucken. Auf Kürbissuppe und Kürbis schnitzen, auf Herbstfekoration und Laterne singen.

Ja, es war ein Fest, lieber Sommer und ich freue mich schon darauf dich wiederzusehen, aber ich bin wirklich bereit für den Herbst. 🍂

4 Jahre Mamasein – eine Bilanz

Die liebende Mutter bringt ihrem Kind das Laufen bei. Sie ist gerade so weit von ihm entfernt, daß sie es nicht mehr halten kann. Sie streckt ihre Arme aus; ihr Gesicht wirkt ermutigend. Das Kind strebt ständig nach einer Zuflucht in Mamas Armen, ohne auch nur zu ahnen, daß es im gleichen Augenblick den Beweis erbringt, daß es auch ohne sie auskommt.

Søren Aabye Kierkegaard (1813 – 1855)

Ich glaube dieses Zitat beschreibt nahezu am besten meine -unsere- Beziehung zu dir mein geliebtes Muckelinchen.

Hätte ich gewusst was es heißt Mama zu sein bevor ich Mama wurde, so wäre ich es schon viel früher geworden. Ja, es ist oft anstrengend, ja, du und deine Schwester verlangen uns oft alles ab was wir haben, aber euch wachsen zu sehen, zu sehen wie ihr euch entwickelt, zu sehen wie ihr immer größer, mutiger und selbstständiger werdet, ich würde es nicht missen wollen.

Das Familienleben ist oft so ganz anders als ich es mir vorgestellt habe und auch wenn Mami und ich oft nicht einer Meinung sind und auch oft kämpfen müssen um uns nicht zu verlieren so seid ihre beide doch das beste was uns hätte passieren können!Bevor wir Euch hatten, hatten wir einen genauen Plan von unserem Familienleben, eurer Erziehung und dem Elternsein im generellen. Davon wie wir Haus und Garten managen wollen und werden und natürlich auch davon wie unser Erwachsenenleben weitergehen kann, soll und wird.

Ohne jemand angreifen zu wollen, aber so ist das eben als kinderlose: „you think you know but you have no idea!“

Hier bestimmen die Mädels den Alltag. Damals hieß es: „Das Baby schläft auf jeden Fall in seinem Bett!“ Denkste Puppe. Die Mädels wollen Familienbett und ganz ehrlich? Die Mamas finden das ja auch ganz toll.

‚Im Wohnzimmer wird hier weder getrunken noch und schon gar nicht, gegessen.‘ Schöne Idee, das war’s aber auch.

Oft sagen wir spaßeshalber dass wir ja jetzt schon bei Punkt 237, auf der Liste der Dinge die wir nie tun wollten, sind.

Auch wenn es anders klingt, gibt es selbstverständlich auch Regeln und Rituale denn ohne das würde es hier auch nicht funktionieren. Viele der Regeln haben aber recht weiche Grenzen und lassen sich auch mal verschieben.

Kurz gefasst würde ich es immer wieder so machen. Es ist oft anstrengend und oft bleibt viel liegen, manchmal fühlen wir uns wie schlechte Rabenmütter weil der Fernseher zu lange läuft oder das Essen zu ungesund ist. Aber ich denke Mami und ich haben das schon ganz gut hinbekommen und besonders du, meine kleine Große, bist mittlerweile ein ganz tolles, gar nicht mehr so kleines Mädchen. Du kannst dich toll ausdrücken und deine kognitiven Fähigkeiten sind erstaunlich. Manchmal erklärst du Mama die Welt und ich kann nur staunen. Du hast unwahrscheinlich viel Mitgefühl und einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Das finde ich toll und ich wünsche mir sehr, dass du dir das behältst.

Du bist auch viel mutiger geworden als du es noch vor einem halben Jahr warst. Du bewegst dich frei im und ums Haus herum, gehts selbstständig zu Oma und Opa einen Garten weiter und brauchst für vieles nur noch ein bisschen Unterstützung um über deinen Schatten zu springen und dich dann doch zu trauen. Große Schwester sein tut dir so gut. ❤

Ich bin wirklich gespannt was uns die nächsten 4 Jahre bringen. ♥️

Familienbande

Anlässlich der Taufe unserer Kleinen ist die Familie meiner Frau angereist. Bzw die Eltern.

Mit meinen Schwiegereltern ist es immer so eine Sache. Einfach nur einfach ist es nie. Sie lieben ihre Enkelkinder und sie lieben auch ihre Kinder. Aber sie mischen sich ein. Viel. Oft. Es nervt. Es nervt jedes Mal. Und es kostet unglaublich viel Kraft da einfach drüber zu stehen, es die paar Tage zu ertragen und dann zu wissen jetzt geht es erst mal wieder seinen gewohnten Gang bis zum erneuten Wiedersehen in einigen Wochen (uns trennen +500km).

Dieses Mal ist das irgendwie nicht so gut gelungen. Schwiegermutter hat ein enormes Problem damit wenn die Große zurechtgewiesen wird. Leider hat unsere Große aber derzeit eine sehr anstrengende Phase. Wie man das mit fast 4 eben einfach hat. Man weiß alles besser, man kann alles besser, man wird gerne mal richtig frech und vor allem kann man die Ohren komplett auf Durchzug stellen. Natürlich kommt noch dazu, dass es total aufregend und spannend ist wenn Omi und Opi da sind. Die Taufe war aufregend, es ist aufregend dass sie Kita-frei hat, dass wir 30 Grad haben ist auch aufregend und schlägt sowieso allen aufs Gemüt und auf den Kreislauf und es ist aufregend, dass wir bald in den Urlaub fliegen. Und nicht zuletzt spiegelt sie unsere Aufregung, unseren Stress der letzten Tage. Das ist uns allen klar und das sind natürlich auch mildernde Umstände. Aber: deswegen kann sie nicht komplett freidrehen und hier machen was sie will. Hier leben einfach noch andere Menschen im Haus und die haben auch ihre Bedürfnisse.

Das weiß die Muckeline auch und sie ist auch meistens ein rücksichtsvoller Mensch und auch durchaus kompromissbereit. Nur im Moment eben nicht. Und so kommt es vor, dass wir durchaus mal strenger und auch mal lauter werden (müssen). Nun kommt Schwiegermutter ins Spiel. Sie kann es nicht haben wenn die kleine Große zurechtgewiesen wird. Sie mischt sich dann sofort ein, fällt uns Eltern ins Wort, versucht Muckelines Aufmerksamkeit auf sich zu lenken -was natürlich auch funktioniert- und straft uns mit blicken die sagen „wie könnt ihr nur?“ „Das arme Kind!“

Im Großen und Ganzen war das schon immer so und wir kennen es. Neue Probleme die sich jetzt aber auf tun sind, dass unsere Muckeline fast 4 ist und langsam genau weiß dass sie bei Omi mit allem durchkommt. Und sie weiß auch genau, dass Omi und wir nicht im selben Boot sitzen. Das ist schlecht. So hört die letzten Tage nicht für Geld und gute Worte, macht viel Blödsinn und schaltet bei jeder kleinen Gelegenheit die Sirene an. Heute habe ich dann leicht meine Contenance verloren und Schwiegermutter angeranzt. Natürlich war sie gleich schwer getroffen und die Herzlichkeit mir gegenüber ist auch etwas auf der Strecke geblieben. Ich habe ihr dann noch einen langen Text geschrieben und versucht ihr meinen Standpunkt zu erklären.

Tja, gebracht hat es nichts. Heute Abend ging es genau so weiter wie immer.

Es ist zum verzweifeln und ich frage mich wie das demnächst dann noch gehen soll mit der Großen. Wie ist das bei euch mit den Schwiegereltern? Habt ihr da auch ein paar spezielle Exemplare oder ist alles Tutti?

Der erste Zahn

Leise, still und heimlich hat er sich eingeschlichen, der erste Zahn unseres Babymädchens2.0.

Am Dienstag morgen, den 01.Mai, sagte meine Frau plötzlich erstaunt „sie hat einen Zahn!“ Es war kurz nach oder vor 7, wir lagen noch im Bett, ich döste noch. „Mhm? Was?!“ – „sie hat einen Zahn!“ Ich tastet vorsichtig und fühle nichts „Quatsch.“ Doch sie beharrte darauf eine scharfe Kante zu fühlen. Als ich endlich etwas wacher war und genau fühlte, fand ich ihn gleich. Genau wie bei ihrer Schwester kam auch bei der Kleinen ganz lehrbuchhaft der untere rechte Schneidezahn als erstes.

Wir haben ihr nichts angemerkt. Rückblickend war sie in den letzten Tagen sehr anhänglich und auch mal etwas quengelig, aber ob das nun damit zusammenhing? Sie ist jedenfalls deutlich jünger als Muckeline war, am Dienstag war sie 7 Monate und 11 Tage alt. Muckeline war knapp 10 Monate wenn ich mich nicht irre. Ich bin gespannt wie schnell es nun weitergeht und ob auch die nächsten Zähne so komplikationslos durchkommen. Ich wünsche es ihr. -Und uns. 😂

Die Sache mit dem Papa

Ihr lieben Regenbogenfamilien,

seit neuestem gibt es hier verstärkt Rollenspiele. Schon seit einigen Monaten liebt unsere Große (fast 4) Rollenspiele wie zBsp Arzt, Einkaufen oder Schule. Sie bestimmt gerne sämtliche Rollen und könnte stundenlang diktieren wer wer ist und wer wann was zu tun oder sagen hat. Spaß macht das uns Erwachsenen nur eine begrenzte Zeit aber wir spielen selbstverständlich oft und ausdauernd mit.

Ich weiß nicht ob ich es hier schon mal erwähnt habe, aber die Muckeline ist ein riesen Fan von „Der kleine Drache Kokosnuss“. Seit geraumer Zeit sind wir also oft Kokosnuss und Familie. Einer ist Mette (die Mama) und einer Magnus (der Papa). Muckeline selbst ist natürlich immer Kokosnuss. Es wurden auch schon mal andere Rollen vergeben, aber meistens beschränkt es sich innerhalb der Familie auf die drei. Generell spielt sie momentan sehr gern und intensiv, dass ich der Papa bin. Auch in der Kita hat sie mich schon „Papa“ gerufen. Ich habe sie gebeten mich doch lieber Magnus zu nennen weil ich mich mit Papa echt nicht wohl fühle, auch wenn es ein Spiel ist. Meistens hält sie sich daran. Seit sie weiß, dass es immer ein Männchen und ein Weibchen braucht um ein Baby zu machen gibt es auch nur noch Papa und Mama in der Tierwelt. Früher war eine Familie meistens so wie sie sie kennt. Also Mami, Mama, Kind.

Klar spielt die Kita da eine Rolle und klar gehört das dazu und ist auch okay, aber sollte ich (würdet ihr?!) zum Beispiel Lektüre anschaffen die sich mit Familie außerhalb der „Norm“ befasst oder irgendwie sowas? Wie ist es bei euren Kleinkindern?

Ich habe übrigens nicht(!) den Eindruck, dass sie einen (ihren) Papa vermisst, oder dass sie lieber einen Papa als Mami und mich hätte, ich weiß und spüre sie liebt ihre Familie. Ich würde ihr nur langfristig gerne vermitteln, dass es auch andere Familien wie unsere gibt und wir genauso „normal“ sind wie die Familien ihrer Freunde.

Oder denke ich zu komplex und sollte einfach gar nichts machen und weiter fröhlich Papa spielen?!

Reisen mit Kindern

Hallo ihr Lieben,

7 Monate ist unser Babymädchen 2.0 nun schon. Bisher sind wir aber leider noch nicht viel unterwegs gewesen. Das hat eigentlich ganz banale Gründe, zum einen natürlich, dass meine Frau arbeitet und zum anderen, das liebe Geld. Ich bin ja über ein Jahr in Elternzeit und nehme somit Elterngeld Plus in Anspruch. Leider hab ich keinen sehr hohen Verdienst und somit ein sehr überschaubares Elterngeld. Aber nichtsdestotrotz waren wir bereits ein paar Tage an der Ostsee, unter andrem zum Familienbesuch.

Ein bisschen müssen wir uns noch eingrooven zu zu viert. Einander Freiräume zu schaffen ist so auch im Urlaub nicht mehr so einfach wie es zu dritt war. Aber es wird, wir haben mittlerweile schon einen sehr guten Rhythmus und uns sehr gut an das Leben zu viert gewöhnt. Im letzten Urlaub war das Babymädchen auch erstaunlich entspannt und es waren wirklich ein paar tolle Tage. Selbst die 5 Stunden Autofahrt haben beide Mädels toll gemeistert.

Als nächstes steht jetzt aber etwas größeres an. Wir fliegen! Nach Mallorca! Und wir freuen uns schon sooo sehr! Leider dauert es noch ein paar Wochen, aber andererseits ist das auch ganz gut so denn vorher steht noch einiges an und so wird der Vorbereitungsstress hoffentlich etwas minimiert. Ehrlich gesagt bin ich schon ziemlich aufgeregt wie die Mädels den Flug meistern werden. Als unsere Große 10 Monate alt war, waren wir auch auf Mallorca. Die Flüge hat sie super gemeistert, die Autofahrt leider nicht so. 😣

Mal sehen wie die Kleine das macht, sie ist dann 2 Monate jünger. Sollte ihr das Fliegen nicht gefallen, wird man sie nicht überhören können, denn ein lautes Organ hat sie! 😂🙈

Dann fahren wir im Sommer nochmal ein paar Tage an die Ostsee, da haben wir uns dann auch Strandbesuche und einen Besuch auf Karl’s Erdbeerhof vorgenommen, darauf freuen wir uns sehr das wird bestimmt für die Kinder toll!

Und dann wollen wir im Dezember, zum 01. Advent endlich, endlich mal wieder nach Berlin! Das war eine ganz spontane Idee, eigentlich hatten wir gesagt wir wollen uns den Stress der Hauptstadt im Advent mit Vierjähriger und Einjähriger ersparen aber die Sehnsucht ist einfach zu groß. Berlin bedeutet uns als Paar unglaublich viel und wir sind schon viel zu lange nicht da gewesen. Das letzte Mal in der Frühschwangerschaft mit der Großen. Wir werden den Trip einfach den neuen Umständen anpassen und einfach mal schauen was man evtl. mit zwei wuseligen Mädels noch erleben kann, neben verschiedenen Weihnachtsmärkten. Wenn ihr Tipps habt, immer her damit! Wohnen werden wir in Mitte, Bahnfahren stört uns aber nicht. 😉

Seid ihr auch gereist in der Elternzeit oder habt es noch vor?

Frühlingsgefühle

Dieses Jahr hat der Frühling gefühlt ewig auf sich warten lassen. Im letzten März hatten wir bei 24 Grad die Füße in der Nordsee, dieses Jahr gab’s Schnee am 01. April. Aber endlich endlich soll er nun doch noch kommen, der Frühling.

Ich muss sagen ich habe wirklich langsam Lagerkoller. 2 Kinder, darunter ein Baby, an und aus und umzuziehen nur um dann eine Stunde in der Kälte zu sein. Uff, das habe ich mir dann doch öfter gespart als es mir selbst lieb ist. Aber nun braucht man nicht mehr ganz so viel anziehen, in den dünneren Sachen fühlt die Kleine sich wohler, und die Große kann sich fast ganz alleine fertig machen nur beim Reißverschluss braucht sie noch Hilfe. So sind wir in der Hälfte der Zeit fertig und es ist entspannter und somit auch schöner für uns alle. Ich hoffe inständig ich kann die dicken Sachen jetzt wirklich weit weghängen und wir fallen nicht mehr sehr in den einstelligen Bereich.

An der Kinderfront kämpfen wir momentan mit dem deutlich schlechteren Schlaf des Babymädchens, ich denke es liegt am zahnen, an allem was sie neu lernt, kann und täglich erlebt. Sie ist jetzt eben schon gar nicht mehr so Baby und nimmt recht aktiv am Tag teil. Das sie das stärker verarbeiten muss ist ja auch klar. Es kann nur besser werden. „Augenringe sind auch Schmuck“ sag ich da. 😂

Und leider haben wir an zweiter Stelle auch immer noch das Problem, dass die Große nicht zuverlässig trocken ist. Momentan ist es wieder besonders extrem und sie hat manchmal mehrere Pipiunfälle am Tag. Die Erzieher beim Entwicklungsgespräch waren allerdings total begeistert von ihr und ihren kognitiven Fähigkeiten. Auch von ihrer Sprache sind sie begeistert und machen sich gar keine Gedanken um die Unfälle. Sie hat einfach den kleinen Kopf zu voll mit allem anderen da rückt der Gang zum Klo oft in dem Hintergrund. Kann ich einerseits total nachvollziehen, andererseits ziehen Tage an denen sie 5 Hosen verbraucht echt an meinen Nerven. Aber es kann nur besser werden und vielleicht hilft uns da auch das wärmere und bessere Wetter.

Ach meine Mädels, ich freue mich so auf die Draußenzeit mit euch! ❤️

6 Monate Babymädchen 2.0

Ich fange an wie immer wenn ich ein Update schreibe:

Un-glaub-lich! Wie kann mein Baby schon 6 Monate alt sein? Wurde sie nicht grade erst geboren?

Meine liebste Greta,

fröhlichen Halbgeburtstag du tolles Baby! Du hast ein wahnsinnig fröhliches und ausgeglichenes Wesen, lachst viel, weinst eigentlich nur wenn dir etwas weh tut oder du sehr müde oder hungrig bist und Mama und Mami sich nicht schnell genug darum kümmern. In deinem 6. Lebensmonat hast du gelernt dich vom Bauch auf den Rücken zu drehen, der Dreh zurück klappt noch nicht ganz, aber du bist nah dran. Nach wie vor liegst du aber lieber auf dem Rücken. Du drehst dich auf dem Rücken liegend um deine eigene Achse und behältst so alles im Auge und erreichst viele deiner Spielsachen. Du magst es wenn Dinge knistern, Rasseln oder quietschen, alles was auf dem Tisch ist an dem wir sitzen ist interessant und du musst es anfassen. Anfassen und in den Mund stecken musst du im Moment sowieso am liebsten alles.

In deinem 6. Lebensmonat hast du dein erstes Fieber überstanden und deine Mamas mit vielen schlaflosen Nächten gequält. Eigentlich sind wir davon verwöhnt, dass du ein guter Schläfer bist, ein bis maximal 2x die Nacht wach wirst um zu trinken und direkt weiterschläfst. Momentan machst du gerne die Nacht zum Tag, bist zeitweise stundenlang wach. Ich hoffe inständig, das ist hauptsächlich diesem blöden Infekt geschuldet und legt sich bald wieder. Du darfst gerne wieder zu deiner gewohnten Schlafroutine zurückkehren.

Du liebst deine große Schwester über alles und sie dich. Du reagierst sehr empfindlich auf ihre Stimme und wirst oft direkt wach wenn sie lacht oder etwas lauter spricht. Dadurch gestalten sich die Wochenenden immer etwas schwierig denn du machst deinen Mittagsschlaf nach wie vor bei uns im Wohnzimmer und am liebsten auf Mama. Besonders wenn du krank bist. Richtig zur Ruhe kommst du aber nicht wenn die Muckeline dabei ist und uns was erzählt, singt oder spielt. Über kurz oder lang müssen wir da eine andere Lösung finden und du deinen Mittagsschlaf vielleicht oben in deinem Bettchen halten. #vorsätze

Vor etwa 14 Tagen haben wir ganz langsam mit Beikost begonnen. Genau wie die Große magst du eher das selbstessen als das mit Brei gefüttert werden. Das ekelt sich teilweise regelrecht. Wir gehen also wie schon bei der Großen zu blw über, werden es hier und da aber immer mal wieder mit (Obst)Brei versuchen.

Du bist im Vergleich zu deiner Schwester ein großes Kind. Aktuell bist du etwa 67cm lang und 8100g schwer. Nach und nach sortiere ich die Bodies und Oberteile in Größe 68 aus und 74 ein. Langarmbodies in 74 besitzen wir leider kaum, ich habe nun noch 2 gekauft und hoffe so kommen wir durch die letzten kalten Tage denn kurzärmlige und auch viele ohne Arm in Größe 74 und 80 sind reichlich vorhanden. Dein Gewicht beginnt langsam zu stagnieren, in den letzen 4 Wochen hast du nur rund 150g zugenommen. Das kann aber auch am Kranksein liegen. Lassen wir uns mal überraschen.

Auf jeden Fall freue ich mich auf das nächste halbe Jahr mit dir, auf weitere Meilensteine wie den ersten Zahn, das erste Wort, das erste krabbeln und die ersten Schritte. Aber bitte mein Schatz, mein Baby, lass dir Zeit und werde nicht ganz so schnell groß, ja? Mami, Madita und Mama lieben dich sehr! ♥️

Gartenliebe

Ich sitze hier und schaue in unseren wunderschönen, von der Sonne geküssten Garten. Da fällt mir ein, dass ich gerne mal ein paar Dinge zum Gärtnern und vor allem zum Erhalt der Natur, sagen möchte.

Letztes Jahr ist mir in den sozialen Medien verstärkt aufgefallen, dass sehr viele Leute über das wegbleiben verschiedener Singvögel klagen, oder auch darüber dass sie bis in den Sommer hinein keine Hummeln oder Bienen, ja manche nichtmal einen Schmetterling, gesehen haben. Wieder schaue ich in meinen Garten und frage mich „wie kann das sein?!“ Wir haben hier alles was das Singvogelfreundeherz begehrt, vom Spatz über den Specht bis zum Eichelhäher ist alles vertreten. Die ersten Hummeln sieht man hier mit den ersten warmen Tagen im März, manchmal sogar schon Ende Februar. Sobald das Wetter etwas stabiler über 0 Grad bleibt kommen auch die Bienen und Schmetterlinge.

Klar, wir leben ländlich, wohnen am Waldrand, aber, und das ist ein großes aber, wir tun trotzdem viel dafür diese Artenvielfalt genießen und bei uns begrüßen zu dürfen. Mir wurde die Liebe zur Natur quasi in die Wiege gelegt, auch wenn ich sie erst in den letzten Jahren so richtig wiederentdeckt habe und mit Freude selbst dabei bin. Mein Vater ist mit den ersten warmen Sonnenstrahlen im Februar draußen im Garten. Er pflanzt und säubert, macht den Garten frühlingsfit. Das war schon immer so. Er ist einfach immer draußen und hat ständig neue Projekte. Besonders die heimischen Insekten und Singvögel liegen ihm am Herzen und er tut viel für ihren erhalt. Das geht von Insektenhotels über verschiedene Nistkästen bis hin zu Sträuchern und Blumen die extra für Hummeln, Bienen und Schmetterlinge sind. Auch bestimmte Früchte und Beerenbüsche gibt es. Natürlich werden die nicht abgeerntete und im Herbst auch nicht geschnitten denn es ist Nahrung für die Vögel. Seit letzen Herbst gibt es auch einen Unterschlupf für Igel und seit er vor 3 Jahren in Altersteilzeit ging, hat er Bienen. Mittlerweile 5 Völker. Es ist besonders spannend wenn diese Völker sich im Frühjahr teilen und 30-60.000 Bienen ihrer Königin folgen und als Schwarm durch den Garten fliegen. Auch jede Menge Maikäfer und Fledermäuse haben wir hier. Das ist im Frühsommer ein tolles Spektakel wenn sie in der Dämmerung lautlos auf Nahrungssuche sind.

Meiner Meinung nach hapert es insbesondere an Aufklärung. Wie viele Leute haben Angst vor Bienen? Dabei ist das völlig unbegründet. Wenn man sie nicht ärgert und ihre Arbeit machen lässt, sind sie absolut friedfertig und harmlos. Und wenn man sich ein wenig damit auseinander setzt, erkennt man auch schnell und deutlich den Unterschied zu Wespen und man kann sie gut auseinander halten. Klar, hat man eine Allergie ist es was anderes, aber ich glaube kaum dass jeder den ich kenne eine Allergie auf Bienengift hat. 🙄

Was ich sagen will, jeder kann und sollte etwas für den Erhalt der Insekten, Singvögel und sonstiger Nutztiere tun und dann darf sich auch bald wieder jeder Berliner über Bienen auf dem Kuchen und Schmetterlinge im Park freuen. Wer keinen Garten sondern nur einen Balkon hat, der kann trotzdem Vogelfutter bereitstellen oder seine Balkonkästen so bepflanze, dass sie nicht nur hübsch aussehen sondern auch viel Nektar bieten.

Wer einen Garten, ob groß oder klein, hat, der sollte nicht allzu akkurat bei der Pflege sein. Damit hilft man schon vielen Tieren. Sie finden Futter in vielerlei für uns trockenen Sträuchern oder Büschen und besonders beim Rückschnitt sollte man die Nistzeiten der Vögel beachten. Im Herbst etwas Laub liegen lassen und die Igel danken es einem. Zudem kann man auch hier ein paar Blumen und Sträucher pflanzen die viel Nektar und/oder Nahrung für Vögel bieten.

Es ist wenig Aufwand und dir Ergebnisse sind unschlagbar. Ich liebe unseren summenden und brummenden Garten, die Vögel die ihrem Nachwuchs das fliegen beibringen und von morgens bis abends Zwitschern. Der von den Bienen produzierte Honig ist übrigens auch nicht zu verachten und auch auf unsere Beerenernte wirken sich die vielen Bienen sehr positiv aus.

Also meine Lieben Gartenfreunde oder die, die es werden wollen, keine Scheu vor Insekten, sie alle sind kostbar und wichtig. Ein Garten muss nicht aussehen wie der der Queen, er sollte leben. Dann macht es auch richtig Spaß und Freude! ♥️