Der erste Geburtstag

Etwas verspätet zwar, aber ich möchte euch natürlich noch vom ersten Geburtstag unserer kleinen Madame berichten.

Am 20.09. war der große Tag gekommen. So ganz glauben kann ich es immer noch nicht, dass bereits ein volles Jahr vergangen sein soll.

Unser Babymädchen 2.0 hatte viele liebe Gäste und wir hatten traumhaftes Wetter. Es gab viele schöne Geschenke obwohl ja eigentlich bereits alles in Hülle und Fülle vorhanden ist.

3 Tage vorher war der Termin zur U6, die Kleine wurde geimpft, vermessen und gewogen, ihre Reflexe wurden getestet und auch ihre Augen untersucht. Ihre Sehstärke ist mehr als überdurchschnittlich gut, sie wiegt 9,6kg und ist 74cm groß. Ein perfekt entwickeltes Kleinkind quasi. -für mich manchmal heute noch unfassbar, dass dieser kleine Mensch mal in meinem Bauch war.

Mittlerweile krabbelt sie flink wie ein Wiesel und zieht sich auch an allem hoch. Ein paar Schritte an Möbeln entlang, oder mal an der Hand, macht sie auch, aber das krabbeln wird bevorzugt. Sie lautiert fleißig, mit einem in allen Varianten betonten „Da!“ Erreicht sie auch meistens was sie möchte. Seit dieser Woche kommt nun auch immer öfter ein echtes „Mama“ was sich zum Teil auch schon an mich richtet und mich natürlich sehr freut. 😉 Seit dieser Woche sind wir außerdem in der Kita Eingewöhnung. Bisher läuft das hervorragend, aber auch hier kann ich einfach nicht begreifen, dass mein kleines Mädchen ein Kitakind ist und damit in die Fußstapfen ihrer großen Schwester tritt.

Ach meine Kleine, behalte dir immer dein fröhliches, aufgeschlossenes Wesen und deine neugierige Art. Deine Mamas und deine große Schwester lieben dich sehr und sind so froh dich zu haben! Wir freuen uns sehr auf dein neues Lebensjahr mit dir! Möge es reich sein an Gesundheit, Glück und Freude, möge es erfüllt sein von Liebe und Familienzeit und mögest du wachsen und ein glückliches kleines Mädchen werden (bleiben). Wir lieben dich!

4 Jahre Mamasein – eine Bilanz

Die liebende Mutter bringt ihrem Kind das Laufen bei. Sie ist gerade so weit von ihm entfernt, daß sie es nicht mehr halten kann. Sie streckt ihre Arme aus; ihr Gesicht wirkt ermutigend. Das Kind strebt ständig nach einer Zuflucht in Mamas Armen, ohne auch nur zu ahnen, daß es im gleichen Augenblick den Beweis erbringt, daß es auch ohne sie auskommt.

Søren Aabye Kierkegaard (1813 – 1855)

Ich glaube dieses Zitat beschreibt nahezu am besten meine -unsere- Beziehung zu dir mein geliebtes Muckelinchen.

Hätte ich gewusst was es heißt Mama zu sein bevor ich Mama wurde, so wäre ich es schon viel früher geworden. Ja, es ist oft anstrengend, ja, du und deine Schwester verlangen uns oft alles ab was wir haben, aber euch wachsen zu sehen, zu sehen wie ihr euch entwickelt, zu sehen wie ihr immer größer, mutiger und selbstständiger werdet, ich würde es nicht missen wollen.

Das Familienleben ist oft so ganz anders als ich es mir vorgestellt habe und auch wenn Mami und ich oft nicht einer Meinung sind und auch oft kämpfen müssen um uns nicht zu verlieren so seid ihre beide doch das beste was uns hätte passieren können!Bevor wir Euch hatten, hatten wir einen genauen Plan von unserem Familienleben, eurer Erziehung und dem Elternsein im generellen. Davon wie wir Haus und Garten managen wollen und werden und natürlich auch davon wie unser Erwachsenenleben weitergehen kann, soll und wird.

Ohne jemand angreifen zu wollen, aber so ist das eben als kinderlose: „you think you know but you have no idea!“

Hier bestimmen die Mädels den Alltag. Damals hieß es: „Das Baby schläft auf jeden Fall in seinem Bett!“ Denkste Puppe. Die Mädels wollen Familienbett und ganz ehrlich? Die Mamas finden das ja auch ganz toll.

‚Im Wohnzimmer wird hier weder getrunken noch und schon gar nicht, gegessen.‘ Schöne Idee, das war’s aber auch.

Oft sagen wir spaßeshalber dass wir ja jetzt schon bei Punkt 237, auf der Liste der Dinge die wir nie tun wollten, sind.

Auch wenn es anders klingt, gibt es selbstverständlich auch Regeln und Rituale denn ohne das würde es hier auch nicht funktionieren. Viele der Regeln haben aber recht weiche Grenzen und lassen sich auch mal verschieben.

Kurz gefasst würde ich es immer wieder so machen. Es ist oft anstrengend und oft bleibt viel liegen, manchmal fühlen wir uns wie schlechte Rabenmütter weil der Fernseher zu lange läuft oder das Essen zu ungesund ist. Aber ich denke Mami und ich haben das schon ganz gut hinbekommen und besonders du, meine kleine Große, bist mittlerweile ein ganz tolles, gar nicht mehr so kleines Mädchen. Du kannst dich toll ausdrücken und deine kognitiven Fähigkeiten sind erstaunlich. Manchmal erklärst du Mama die Welt und ich kann nur staunen. Du hast unwahrscheinlich viel Mitgefühl und einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Das finde ich toll und ich wünsche mir sehr, dass du dir das behältst.

Du bist auch viel mutiger geworden als du es noch vor einem halben Jahr warst. Du bewegst dich frei im und ums Haus herum, gehts selbstständig zu Oma und Opa einen Garten weiter und brauchst für vieles nur noch ein bisschen Unterstützung um über deinen Schatten zu springen und dich dann doch zu trauen. Große Schwester sein tut dir so gut. ❤

Ich bin wirklich gespannt was uns die nächsten 4 Jahre bringen. ♥️

Mein Tag mit den Mädchen

Heute möchte ich euch ein bisschen davon erzählen wie wir unseren Tag gestalten wenn meine Frau arbeiten ist/geht.

An einem normalen Wochentag geht die Große vormittags in die Kita, irgendwann zwischen 14 und 15 Uhr holen die Kleine und ich sie ab. Das kommt ein bisschen drauf an wie der Tag bis dahin war.

Meistens wacht die Kleine zwischen 6 und 7 auf. Die Große gegen 7. Entweder sind das Babymädchen und ich schon angezogen und die Kinder kuscheln noch eine Runde im Bett, oder wir liegen sowieso noch drin und die Große kommt dazu. Gehen 8:15 oder 8:30 geht es los in die Kita. In der Regel bringt meine Frau sie während die kleine und ich frühstücken und dann etwas spielen und/oder aufräumen bevor sie ihr Vormittagsschläfchen macht.

Mittlerweile schläft sie oft 2x 30 Minuten am Vormittag und dann einmal etwas länger (60-90 Minuten) in der Mittagszeit. Gerne so ab halb eins, eins. Danach fahren wir dann zur Kita und wenn die große Schwester dann da ist gibt es so viel zu gucken, dass nachmittags nicht mehr wirklich geschlafen wird. Meistens möchte das große Kind erst was snacken wenn wir zuhause sind. Dabei darf sie oft eine halbe Stunde Fernsehen. Dann gucken wir was wir machen, spielen in ihrem Zimmer, basteln und malen oder Bücherlesen ist meistens das was sie am liebsten macht. Oder rausgehen wenn das Wetter gut ist. Bei Regen hat sie oft keine Lust. Seit einigen Wochen, ich würde sagen so seit Neujahr, hat Nr.2 damit begonnen um spätestens 19 Uhr schlafen zu wollen. Das heißt Abendessen gibt’s für die Mädels immer so gegen 17:30-17:45 und gegen 18:15 gehen wir dann nach oben. Dort wird sich umgezogen, gewaschen, etc. Oft liegt die Kleine dann in der Mitte wenn ich der Großen aus „der kleine Drache Kokosnuss“ vorlese, die letzten Male schlief sie da aber schon und lag in ihrem Bett. Dort schläft sie idR so 45-60 Minuten bevor sie unruhig wird und ich sie zu mir hole.

In der Zeit genießen die Muckeline und ich unser Einschlaftitual: Lesen, sie trinkt eine kleine Flasche lauwarme Milch, dann kuscheln wir und ich singe bis sie schläft.

Die Nächte sind für mich meistens etwas unbequem und unruhig wenn meine Frau im Nachtdienst ist und ich mit den Mädels im Familienbett schlafe, aber alles in allem bekommen wir alle ausreichend Schlaf. Gegen 22 Uhr und gegen 3 sind meistens nochmal hungerzeiten, aber da trinkt das Babymädchen im Halbschlaf und wird gar nicht richtig wach. Klappt so 98% der Zeit. Toi toi toi! Gegen 6:30 ist die Nacht dann meistens zu Ende. Unter der Woche stehe ich dann auch gleich auf, mache Nr. 2 und mich selbst fertig und helfe dann der Großen. Manchmal will sie mit ins Kinderzimmer kommen wenn ich die Kleine wasche und anziehe, manchmal bleibt sie auch im Bett.

Danach, irgendwann so zwischen halb 8 und 8 wird die Kleine nochmal gefüttert und dann gehen wir runter. Dort wasche ich die Flaschen ab, räume etwas auf, füttere die Katzen, trinke einen Kaffee, die Große trinkt was und isst eine Kleinigkeit. Dann Düsen wir los zur KiTa. Jetzt wo es noch mal so krass kalt ist (-10 Grad morgens um 8), kommt meine Mom rüber und bleibt kurz bei der kleinen. Ich freue mich schon wie blöd auf den Frühling und wärmere Temperaturen. Zwei kleine Kinder anzuplünnen bei der Kälte dauert so schon eine Ewigkeit.

Am Wochenende gehen wir den Tag etwas entspannter an, genauso auch wenn meine Frau da ist. Aber alles in allem muss ich sagen, wir haben uns wirklich gut eingespielt und es klappt (nahezu) stressfrei. Die Mädchen lieben sich abgöttisch und die Muckeline ist oft schon eine riesen Hilfe wenn die Kleine zBsp ungeduldig wird. Auch so fangen sie langsam an toll miteinander zu „spielen“ und zu interagieren. Ich freue mich schon wahnsinnig auf die kommenden Monate und zu sehen wie sich das weiterentwickelt. ❤️