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Erfüllt von tiefer Traurigkeit 

So fühle ich mich, besonders nochmal seit gestern.

Gestern gab es im Zuge des Tags der offenen Tür unserer Einrichtung einen besonderen Gottesdienst (katholische Einrichtung). 

Schon auf dem Weg zum Dienst rollten mir im Auto die Tränen bei den Songzeilen „Don’t you worry don’t you worry child! See heaven’s got a plan for you.“ Da wusste ich schon, wenn ich so drauf bin, muss ich in der Kirche, vor allen Kindern und Kolleginnen/Kollegen der Einrichtung garantiert heulen. Und genauso kam’s. Schon vorm Hinsetzen bekam ich feuchte Augen. Bei „Halleluja“ rollten die Tränen und bei den Fürbitten konnte ich grade noch ein lautes Schluchzen unterdrücken. Unsere Aushilfe (sie weiß als einzige direkte Teamkollegin nicht Bescheid) guckte mich die ganze Zeit verwundert an. Achja, hab ich schon erwähnt, dass wir erste Reihe saßen?! Oh man… 

Als ich dann zum Schluss eine Kerze für unser Sternchen entzündete und meine Teamleitung mit mitfühlend anguckte brachen endgültig alle Dämme und ich flüchtete auf die Toilette… 

seitdem kann ich diese permanente Trauer irgendwie gar nicht mehr abschütteln… ich bin so aufgewühlt, dass ich heute sogar ziemlich reizbar unserer kleinen Muckeline gegenüber war, was mich dann natürlich noch mehr aufwühlt, weil ich so ungeduldig und unfair war… ich habe mich hundert Mal entschuldigt und bin jetzt auch noch vom schlechten Gewissen geplagt. 

Und jetzt lieg ich hier auf Arbeit im Bett und die Tränen laufen über. 

Verdammt! Das Leben ist manchmal so furchtbar ungerecht! 

Wie hat eine gute Freundin so treffend geschrieben?! : „Ach kleines Gummibärchen, du wurdest schon so geliebt!“

11 Kommentare zu “Erfüllt von tiefer Traurigkeit 

  1. Ich habe bisher immer nur still mitgelesen, schon sehr sehr lange.
    Bei diesem Beitrag kommen mir die Tränen, nicht zuletzt, weil ich mit meiner Partnerin in der selben Situation bin.
    Ich weiß, wie du dich fühlst und kann diese nicht abzuschüttelnde Trauer nachempfinden.
    Lass es zu, trauere um dein Kind, so lange und so viel es nötig ist.
    Ich wünsche dir bzw. euch ganz viel Kraft und auch Mut, den Weg weiter zu gehen. Das kleine Wunder wird zu euch kommen, ganz bestimmt!

  2. Es tut mir wirklich leid für euch beide. Trauergefühle kommen aber auch leider manchmal in den ungünstigsten Momenten…aber gut, dass deine KollegInnen fast alle Bescheid wissen und Verständnis haben können, wenn es bei dir mal so durchbricht. Alles Liebe!

  3. Puh, jetzt hab ich gleich mal eine Runde mitgeweint.
    Meine Fehlgeburt war im April und ich werde auch immer wieder von meinen Gefühlen eingeholt…
    Ich wünsche Euch alles Gute!

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