Wasser, Tee, Saft(schorle)…

Was trinken Eure Mäuse so den ganzen Tag? 

Heute ist hier der 4. Tag an dem Mami außer Haus, sprich bei der Arbeit,  ist und Mama und Muckeline den Tag allein bestreiten. Ich muss sagen es klappt erstaunlich gut. Ich hatte ja anfangs etwas Sorge, nicht zu wissen was ich den ganzen Tag mit unserer Motte „anfangen“ soll zumal wir in der Regel 9 Std. am Stück alleine sind. Selten ist es weniger, ab und zu ist es (erheblich) mehr. Aber wir spielen/kuscheln viel, lassen uns lange Zeit beim waschen/wickeln/umziehen und bei den Mahlzeiten. Dazwischen hören wir Musik, machen hier und da etwas Hausarbeit oder kochen und natürlich gibt es auch noch die Bedarfsschläfchen der Muckeline. Sollte es mal ganz langweilig sein oder ich ideenlos, gehen wir in den Garten, bzw. nach nebenan gucken was Oma und Opa machen. Leider ist das Wetter die letzten Tage nicht wirklich ideal zum Spazierengehen oder gar um das Planschbecken aufzubauen, aber das wird dann hoffentlich auch bald wieder anders. Meine Frau hat nach Heute auch „nur noch“ 2x Spät-Nacht-Frühdienst, also jeweils 24 Std., und dann erstmal wieder Urlaub (an dieser Stelle ein Hoch auf die Elternzeit und den Geburtstag der Muckeline in der Jahresmitte, so gibt es für die kommenden 4 Monate jede Menge Urlaub) aber das wird nochmal eine Herausforderung.

 Damit kommen wir auch schon zu dem einzigen, echten Problem das ich habe. Madame trinkt nicht genug. Kein Wasser, keine Saftschorle, keinen Tee, keine (Kuh-)Milch. Nicht aus dem Glas, nicht aus der Tasse, nicht aus der Flasche. Maximal(!) 100ml, und das ist schon viel, kriege ich am Tag in sie rein. Was gebt ihr Euren Kindern so und wie macht ihr es Ihnen schmackhaft? Ist meine Frau Zuhause wird noch recht viel gestillt, das gibt es jetzt zwar abends und nachts auch noch und dadurch kompensiert sie sicher auch viel (die Nachtwindel war auch klatschnass), aber wenn meine Frau dann 24 Std. (Oder mehr) weg ist, haben wir ein Problem. Gestern gab es morgens, naja mittags, eine Pre und eine am frühen Abend. Mittags hat sie etwa 180ml getrunken und Abends nur so ca. 100. das erscheint mir einfach viel zu wenig und besonders da Pre ja nicht ausschließlich Flüssigkeitsaufnahme bedeutet. Natürlich isst sie auch Obstmus und Joghurt und andere Dinge die Flüssigkeit enthalten, aber an die empfohlene Menge von etwa 800ml am Tag kommen wir bei weitem nicht. Ich mache mir schon etwas Sorgen, besonders wenn es jetzt wieder wärmer wird. Also, her mit den Ideen und Tipps! 

 

Nicht vorhandene Routinen (Blogparade)

bei der lieben Melli von WunschkindHoch2 hab ich eben von dieser interessanten Blogparade zum Thema Routinen erfahren. Ich bin eigentlich ein sehr strukturierter Mensch. Ich mag es sehr wenn alles in geordneten Bahnen läuft, ich planen kann wann ich was erledige und wie ich meine Zeit am sinnvollsten nutzen kann um auch noch Zeit für mich, bzw. Familienzeit zu haben. Routinen und feste Strukturen im Alltag unserer Tochter waren mir immer sehr wichtig. Ich plante feste Abläufe in unser Leben mit Kind zu bringen um allen den Alltag zu erleichtern und ihr durch feste, immer gleiche Abläufe die bestmögliche Sicherheit zu geben. Ja, das plante ich. Aber dieses Kind hat außer dem morgendlichen wir-Hören-immer-die-selbe-CD nicht wirklich feste Rituale. Jedenfalls keine, aus meiner Sicht, essentiellen. Bestimmt gibt es ihr auch Sicherheit immer die selbe CD bei der morgendlichen Katzenwäsche zu hören, nach dem Frühstück ihre Spielekiste auszuräumen und dass ich immer zum Mittagessen nach Hause komme. ABER: und das ist für mich ein großes aber; es gibt hier keine festen Essenszeiten oder gar Rituale, keine feste Mittagsschlafzeit, von abendlichen Zahnputz- und Zubettgehritualen ganz zu schweigen. 

Sicherlich wird sich das mit dem Beginn der KiTa gezwungenermaßen ändern, aber ich bin doch etwas enttäuscht von mir (uns), dass wir es in einem Jahr nicht geschafft haben diese Struktur zu finden. Nicht, dass ich das Gefühl habe der Muckeline ginge es deswegen schlecht, oder das sie unruhig wäre, dennoch denke ich diese Rituale könnten/würden den Alltag noch weiter entkrampfen und entspannen. 

Meine liebes Muckelinchen, 

jetzt bist du schon ein Jahr alt. Ich bin sprachlos wie schnell dieses Jahr an uns vorbeigezogen ist. Was du jetzt schon alles kannst erstaunt, verwundert und begeistert uns jeden Tag. Du bist unser größtes Wunder und wenn ich auch ab und zu fluche, dass du immer noch so ein Tragling bist und der Haushalt dadurch nicht leichter wird, so weiß ich doch, dass es nicht mehr lange dauert bis du läufst und deine Welt sich damit noch mehr vergrößert und diese innigen Momente seltener werden. 

Ab heute beginnen meine zwei Monate Elternzeit mit dir zuhause. Ich bin gleichermaßen aufgeregt und voller Vorfreude. Ich bin sicher es wird eine spannende Zeit, im nächsten Monat beginnt dann die KiTa für dich, unser Alltag wird ganz neu und spannend. Ich bin sehr stolz, dass du in unserem Leben bist und freue mich was für ein fröhliches und aufgewecktes Kind du bist. Du begegnest jedem zwar vorsichtig, aber freundlich. Jeder verfällt deinem Charme und die großen Männer in deinem Leben (Onkel, Patenonkel, Opas und sämtliche Männer sämtlicher Freundinnen) können nicht widerstehen dich anzuhimmeln, es hat sich aus Ermangelung eines Mannes in unserem Haushalt sogar schon der ein oder andere gemeldet deine jungen Verehrer auf Herz und Nieren zu prüfen bevor sie mit dir ausgehen dürfen – wenn die Zeit kommt. Du bist eben nicht nur Charmant sondern auch Bildschön und dein immer fröhliches Gemüt und gute Laune zaubert dann auch dem letzten ein Lächeln ins Gesicht. 

Du kannst mittlerweile auf verschiedene Arten winken und tust es mit Leidenschaft. Außerdem liebst du es Schranktüren und Schubladen  zu öffnen, kleine Papppackungen (zB vom Nasenspray) öffnest du mit Begeisterung immer wieder um den Beipackzettel rauszuholen und ihn uns stolz zu präsentieren. Deine kleinen Finger sind wirklich schon sehr geschickt. Du beobachtest uns genau, nur um es im nächsten Moment perfekt zu imitieren. Auch laufen an einer Hand klappt nahezu perfekt, du hast schon ein super Tempo drauf, das ein oder andere Mal hast du auch schon 2-3 Schritte alleine gewagt. Du liebst unseren Garten und freust dich jeden Morgen ihn zu sehen wenn die Jalousien hochgehen. Dein Sandkasten ist dir noch nicht so geheuer, aber dein Planschbecken liebst du, du könntest sowieso den ganzen Tag mit und im Wasser spielen. Wieder einmal bin ich so froh den Schritt zu Haus und Garten gewagt zu haben – für dich das allerbeste. 

Opa und Omas Hund; Aico, und unsere beiden Katzen sind für dich das tollste, du freust dich so sehr wenn du sie siehst und auch die drei finden langsam Gefallen an dir, ich glaube sie merken, dass du eine gute Futterquelle sein wirst und auch als Türöffner dienen könntest. 😉

Mami und ich lieben Dich wirklich sehr kleine Muckeline, bitte bleib doch immer du, denn du bist das Beste. 

Der 1. Geburtstag 

da ist er! Er kam einfach so, ganz schnell und irgendwie überraschend: der 1. Geburtstag unserer Muckeline!

Kein Baby mehr?! Kleinkind?! Elternzeit vorbei?! Freitag der erste Arbeitstag?!

Wo sind die letzten 12 Monate nur hin?! Oder sogar 16, wenn man meine Freistellung mitgerechnet. 

Die Maus kann jetzt fast alleine laufen und ich bin froh, dass ich bei den ersten wackeligen Schritten noch zu Hause war. Beim Gedanken, ab Freitag nicht mehr Tag und Nacht bei ihr zu sein und essenzielle Dinge plötzlich nicht mehr als Erste (und oft Einzige) zu erleben könnte ich gerade sehr sentimentale Mami-Tränen vergießen! 😢 mich morgens für Ihr Nickerchen mit ihr hinlegen und stillen- vorbei! Nachmittags das gleiche. Wenn ich Nachtdienst habe noch nicht mal mehr nachts. Wie das wohl wird? Die erste Nacht für sie ohne mich und umgekehrt?! Jetzt beginnt die „Mama und Muckeline Zeit“. Die alles aus zweiter Hand erfahren Zeit. 

Oh man, das Jahr ging viel zu schnell vorbei!
Ich hör jetzt auf und genieße lieber das warme Kind an meiner Brust, wische mir ein Tränchen oder zwei aus dem Augenwinkel und freue mich auf leckeren Kuchen! 🍰🎉💐

Der unerwartete Täufling

Jetzt ist es ja nicht mehr lang und die Muckeline wird endlich getauft. Dass wir das noch machen wollen bevor sie ihren ersten Geburtstag feiert stand eigentlich schon immer fest, die Frage war nur wann wir das noch irgendwo reinquetschen sollten. Zur Zeit haben wir viel um die Ohren, das ist kein Geheimnis. Erst der Umbau, dann der Umzug, dann Urlaub, dann eine Party für die Helfer, der Umbau/Umzug bei Freunden, meine Frau wurde 35, Schwiegereltern kommen zu Besuch und dann steht auch in 13 Tagen schon der erste Geburtstag vor der Tür. Wahnsinn wie die Zeit vergeht und wo bitte schieben wir da noch die Taufe rein?! Nun gut, es bietet sich ja an wenn Schwiegereltern da sind. Also wurde der 18.07. auserkoren, im ganz kleinen Kreis, nur Familie und Paten hier bei uns im Garten.

-das reimt sich und alles was sich reimst ist gut- 

Heute war dann Taufgespräch mit unserm Pastor. Ein toller Typ. Durch aktive Arbeit meines Vaters und meiner Schwester in unserer Gemeinde kannten wir ihn schon ein bisschen und fanden ihn schon immer toll, jetzt aber noch ein bisschen mehr. Absolut lockerere, aufgeschlossener, interessierter Umgang uns und unserer „Familienform“ gegenüber, keinerlei Berührungsängste. Er fragte interessiert ob ich schon adoptiert hätte. Als wir verneinten meinte er dann, dass ich ja dann leider auch nirgendwo auf der Taufurkunde aufgeführt werde, aber dass man die auch aktualisieren könne sobald ich die Muckeline adoptiert hätte. Nun denn, er begann also die Daten meiner Frau aufzunehmen, fragte: „welche Religion?“ Antwort: „ich bin nicht getauft.“ – „nicht?“ Kurzes schweigen, große Augen. „Dann darf ich Deine Tochter eigentlich nicht taufen.“ -„Nicht??“ – „es muss mindestens ein Elternteil eine Kirchenzugehörigkeit haben.“ 

Es gibt hier offiziell nur ein Elternteil. Verdammt. Irgendwie hatte ich das total ausgeblendet. Hab nie ein Problem gesehen, ich bin getauft, mein Vater ist sogar Kirchenältester. Tja, aber Madita ist nicht meine Tochter. Jedenfalls nicht rechtlich. Ich meinte dann trocken „lass dich halt mit taufen, haste doch eh schon überlegt.“ Aber jetzt so übers Knie brechen? Irgendwie komisch. Aber alles absagen? Noch komischer. Es vergingen ein paar Minuten und meine Frau freundete sich mit der Idee an. Unser Pastor fand es besonders toll als ich vorschlug, dass wir das keinem sagen, das wird die große Überraschung am Taufbecken. Leider hatte er dann nicht mehr viel Zeit, er kommt dann aber am Freitag nochmal um den genauen Ablauf mit uns zu besprechen und dann wird am 18. erst meine Frau und dann die Muckeline getauft. Irgendwie toll. ❤ einen Taufspruch hat sie sich jetzt auch schon rausgesucht und ich 5 tolle Lieder. Die werden alle Augen machen. Und den Arbeitgeber meiner Frau -bekanntermaßen die kath. Kirche- wird es auch freuen. 😉 

Das beste war, als er ging meinte er noch: „Ganz toll ist doch jetzt, dass ich euch beide auch kirchlich trauen kann wenn ihr das mal wollt.“ Hach, das war irgendwie süß und toll, dass wir so einer tollen Gemeinde angehören. ❤