Die Sorgen eine Co-Mama…

…scheinen hier größtenteils unbegründet zu sein!

Man hat ja doch als werdende Regenbogenfamilie so hin und wieder sorge, dass man sich 1000x erklären muss, dass einem wenig bis gar kein Verständnis entgegengebracht wird, dass man unangenehme Fragen beantworten muss, dass die Co-Mama nicht als solche gesehen und dadurch mehr oder weniger von sämtlichen Vorgängen ausgeschlossen wird. Zumindest ging es uns, bzw. mir, so.
All das scheint hier aber völlig unbegründet zu sein. Schon beim letzten Mal, als wir zur Geburtsanmeldung hier waren, fiel uns der entspannte Umgang der Ärztin mit uns positiv auf. Heute hat sich dieser Eindruck bisher nur bestätigt. Als wir uns heute früh um 8 an der Pforte meldeten und die Dame dort uns fragte ob wir denn wüssten was wir alles für die Anmeldung der Kleinen bräuchten, fragte sie auch (an meine Frau gerichtet) ob sie verheiratet ist, sie bejahte. Dann fügte die Dame an, gut, sie bräuchte dann Stammbuch, Personalausweise der Eltern, etc. Meine Frau erklärte ihr dann, dass sie mit mir verpartnert sei, woraufhin die nette Dame nur sagte „ach, das ist für mich verheiratet, ich brauch trotzdem beide ausweise, ich streich dann einfach hier Vater durch und trag ihre Frau ein, das hab ich letztes mal auch so gemacht!“ Wir waren baff. Kurz darauf erzählte sie noch ihre Tochter sei auch verpartnert und wünsche sich Kinder, aber sie wüssten noch nicht wie sie das angehen sollten. Wir haben dann kurz verschiedene Möglichkeiten erläutert und gesagt bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung. 🙂
Dann kamen erstmal verschiedenste Untersuchungen dran bis endgültig entschieden war, dass meine Frau stationär aufgenommen wird. Als uns die Oberschwester dann auf der Station rumgeführt hat, stellte meine Frau mich als eben das, ihre Frau, vor und die Schwester strahlte mich nur an und sagt „ach, das ist ja toll, meine Schwester ist auch verpartnert, ich find das immer wieder so spannend wenn wir mal ein Frauenpaar hier haben was ein Baby bekommt.“ Doppel baff. 😀
Ich weiß nicht weshalb, aber ich hatte schon Angst davor mich hier ausgegrenzt zu fühlen und „schräg angeguckt“ zu werden, aber das ist zum Glück ganz und gar nicht der Fall und ich bin irre froh über die Wahl des Klinikums, auch wenn der Start ja damals nicht so rosig war.