Ziemlich unglaublich…

…. Weihnachten 2014, und damit unser erstes Weihnachten als richtig echte, kleine Familie, ist tatsächlich schon vorbei. 🙂
Es war zauberhaft, anstrengend, rührend, voll von leckerem Essen, vielen kleinen und großen Gaben, für die großen und kleinen von uns und allgemein viel Familienzeit.
Muckelinche ist jetzt schon ganze 5 Monate alt, sie schläft immer noch nicht gern allein, kann sich aber tagsüber immer besser und länger allein beschäftigen. Sie liebt ihren Kumpel (ein Bärchen von V-tech), ihren O-Ball, ihr Knistertuch und überhaupt alles was blinkt und Geräusche macht. Nackig dreht sie sich mittlerweile sicher vom Bauch auf den Rücken, nur angezogen stört der dicke Windelpo. Etwas faul bequem ist sie aber auch glaub ich. Warum auch bewegen wenn man eh getragen wird und alles vor die Nase gesetzt bekommt. 😉

Seit gestern sind wir nun an der Ostsee und besuchen die Familie meiner Frau.
Muckeline hat die 6 Stunden Fahrtzeit wunderbar überstanden und den Großteil verschlafen (an dieser Stelle nochmal ein „Hurra“ auf den Schnuller!).
Heute waren wir den ganzen Tag bei Omi und Opi und hatten Besuch vom Onkel und dem kleinen großen Cousin. Absolut herzerwärmend wie er sein Cousinchen liebt. Er hat immer Küsse verteilt und wollte das Muckelinchen immer wieder auf den Arm nehmen und mit ihr schmusen. Wie schade, dass sie so weit weg wohnen.
Wir bleiben jetzt noch bis zum 30. und feiern dann ganz alleine, nur wir drei (+ unsere Stubentiger) ins neue Jahr.
Ein Jahr, das viel aufregendes bringen wird, ein Jahr mit noch einer großen Veränderung für uns alle. Aber ich freu mich drauf, kann es kaum erwarten und bin mir sicher, dass wir auch das meistern werden!

Der 12 Wochen Schub…

…kam bei uns später als erwartet und erwischte uns dann kalt als ich schon leise zu hoffen gewagt hatte, dass er still und leise an uns vorbei gegangen sein könnte.

Die kleine Miss ist mittlerweile fast 16 Wochen (unglaublich!) alt und entwickelt sich wunderbar. Ich würde jetzt nicht sagen, dass sie in irgendwas überdurchschnittlich früh entwickelt ist, aber ich glaube auch nicht, dass sie sehr hinterher hinkt. Sie kann sich zwar noch nicht alleine drehen (ab wann können Babies das üblicherweise überhaupt?), übt es aber fleißig und die Hubschrauberübungen (sprich sich liegend um sich selbst drehen) funktionieren besonders beim Wickeln hervorragend. 😀 seit ein paar Tagen wird beidhändiges Greifen immer beliebter, mir scheint so langsam hat sie den Dreh raus wie die Sache mit den Händen so funktioniert.
Mittlerweile hat sie auch verstanden, dass wenn man etwas festhält und es in den Mund stecken möchte, es wesentlich leichter ist den Gegenstand zum Mund zu führen als andersherum. Das war sonst nämlich immer ziemlich frustrierend für sie.

Der Schub hat ihre Gefühlswelt leider fest im Griff. Einschlafen doof, Aufwachen doof, Brust (manchmal) doof, alleine schlafen doof.
Letzte Nacht war besonders extrem, sind wir doch trotz vollgestilltem Kind von 7-8 Stunden durchgehendem Nachtschlaf verwöhnt. Die ganze Woche schon ist sie immer 1-2 mal die Nacht gekommen, aber letzte Nacht wollte sie partout nicht von der Brust abgerückt werden. Da war sofort Rabatz. Also gestaltete es sich so, dass meine arme Frau dauergestillt und Muckeline an der Brust geschlafen hat. Im Endeffekt lagen wir auf einer Matratze und die Miss auf der anderen. Natürlich haben wir sehr schlecht bis gar nicht geschlafen und meiner Frau tut alles weh. Das darf heute Nacht gerne anders laufen.
Jetzt sitze ich hier mit der Muckeline im Arm und Schatzi versucht etwas Schlaf nachzuholen. Ich hoffe das gelingt ihr und ich hoffe auch dieser Schub ist bald überstanden, er nervt. Echt!

Beziehung vs. Erziehung

Mama I und Mama J haben grade zu diesem Thema geblogt und um Input bzw Seelenstriptease gebeten. Seelenstriptease muss es glaub ich nicht werden, aber meine 2 Cent hab ich dazu schon abzugeben. 😉

Meine liebe Frau und ich sind uns bei diesem Thema bisher Gott sei Dank sehr einig. Das erste Jahr basiert definitiv auf Beziehung, uns ist wichtig Muckeline zu stärken, ihr zu zeigen, dass wir immer für sie da sind und ein immer verlässlicher Fels in ihrer Brandung sein werden. Wir erhoffen uns davon eine starke Bindung und ein selbstbewusstes, selbstständiges Babymädchen, das immer wissen wird, dass es mit allem (absolut allem) zu uns kommen kann. Wir sind uns sicher, dass der Grundstein für so eine stabile Eltern-Kind-Beziehung im ersten Lebensjahr gelegt wird.
Des Weiteren ist ja mittlerweile bekannt, dass Erziehung auf Beziehung basiert. Eine gute Erziehung ist mir wichtig. Ich möchte ein Kind, das mir nicht „peinlich“ ist. Das sich benehmen kann, bitte und danke sagen kann und mit dem man sich durchaus vor die Tür wagen kann. Leider haben wir im Freundeskreis ein „negativ Beispiel“ von wenig Beziehung und fehlender Erziehung. Obwohl ich weiß, dass die Mama ihre beiden unheimlich liebt, wirkt sie oft gleichgültig und resigniert. Als hätte sie aufgegeben und als wäre es ihr egal was ihre Rabauken anstellen. Egal ob wir bei ihr, sie bei uns oder wir in der Öffentlichkeit sind, die Kinder dürfen meistens (sprichwörtlich) über Tische und Stühle gehen. Das ist nicht nur anstrengend sondern zeitweise auch sehr unangenehm. Mir tuen die Kinder leid, denn es wird dadurch nicht leichter im Leben, und das selbe gilt für die Mama.
DAS wollen wir so nicht.
Was genau wir wollen, das wird sich hoffentlich mit der Zeit zeigen und festigen. Natürlich ist das Muckelinchen jetzt noch viel zu Klein für „Nein“ und sonstiges, ich denke aber schon, dass man neben all der Beziehung im ersten Jahr auch nicht vergessen sollte das „Nein“ rechtzeitig einzuführen, damit es nicht untergeht.
Dinge wie der Abschied vom Familienbett beschäftigen uns zwar auch ab und an, für mich hat das aber nichts mit Erziehung zu tun. Ich habe auch keine Angst davor die Muckeline zu verwöhnen in dem sie bei uns schläft. Oder wir sie rumtragen. Oder wir uns sofort ihren Bedürfnissen zuwenden wenn sie weint. Das ist Beziehung, das ist Bindung. Wir leben, seit dem wir ihn kürzlich gelesen haben, nach diesem schönen Leitsatz: „Ich verwöhne mich selbst mit einem zufriedenen Kind!“. Will heißen, bis jetzt gibt es hier noch keinen Stress, wir erfüllen des Babies Bedürfnisse und das Baby belohnt uns mit 8 Std Nachtschlaf (am Stück!) und zufriedenem Glucksen. Was könnte es schöneres geben? Langsam aber sicher wollen wir mal den Mittagsschlaf im Bettchen statt auf Mama/Mami üben, und auch das Zubettgehen (ins Familienbett) soll in absehbarer Zeit etwas nach vorn verlegt werden, einfach damit wir mal wieder etwas Zeit zu zweit haben, bisher wandert sie nämlich zwischen 22 und 23 Uhr gemeinsam mit uns ins Bett. Alles andere hat hoffentlich noch etliche Wochen Zeit. 😉

Der erste große Ausflug

…liegt nun hinter uns. Und was soll ich sagen? Das Muckelinchen hat sich super geschlagen! „stolz“
Wir sind am Freitag Mittag mit dem Auto nach Hamburg gefahren. Und trotz riesigem Stau hinter Hannover hat die Maus fast alles verschlafen! Einmal haben wir 30 min Pause zum Stillen gemacht. Und so 50 km vom Ziel entfernt verlor das Mäuschen dann doch die Geduld und ließ sich kaum noch beruhigen… 😔 Aber kaum im Hotel angekommen und gestillt war alles wieder gut! ☺️ Wir sind dann noch zu Fuß zu Burger King, denn auch die Mamas hatten Hunger. Und danach haben wir uns einen chilligen Abend im Hotelzimmer gemacht. Das Babymädchen hat supi bei uns geschlafen (das Babybett diente wie zu Hause nur als Ablagefläche).
Am nächsten Morgen haben wir dann gemütlich und ausgiebig im Hotel gefrühstückt. Und nach erneutem Stillen (nochmal bequem im Liegen) ging’s dann mit dem Auto Richtung Michel, wo wir zur Taufe von Mini Me, MamaI’s und MamaJ’s Sohnemann, eingeladen waren. ☺️ Über die Einladung haben wir uns sehr gefreut!
Schneller als gedacht fanden wir einen Parkplatz und sind dann bei traumhaften Wetter noch etwas durch HH spaziert bevor es losging.
Die Kirche war schon fürs Erntedankfest am nächsten Tag geschmückt und das Babymädchen bewunderte nach dem Stillen (hihi, mitten im Michel) die tolle Deko.
Die Taufe war wunderschön! Mehr kann ich dazu gar nicht sagen.
Für uns war es zudem sehr schön, eine Regenbogenfamilie unter mehreren zu sein, und nicht, wie zu Hause, die Exoten. ☺️ nicht, dass wir im Freundeskreis deshalb Probleme hätten, aber einfach mal unter Gleichgesinnten zu sein hat schon was! 👍
Auch die abschließende Feier war sehr schön. So familiär. Und der Täufling ist einfach zum Knutschen! Ich liebe Mini Me! Er ist immer so am Strahlen!
Nach einem Spaziergang durch den nahen Park brachen wir dann ins Hamburger Umland zu meiner besten Freundin und ihrem Mann auf, wo wir die Nacht verbrachten.
Die beiden kannten unsere Muckeline noch nicht persönlich, weil sie uns eine gute Gewöhnungszeit/Kennenlernzeit gönnen wollten. Es war so schön! Und sie sind spätestens jetzt auch total verliebt in die Kleine.
Wir nutzten auch gleich die Gelegenheit und baten meine Beste Taufzeugin (Patin geht wegen mangelnder eigener Taufe nicht) zu werden. Sie stimmte sofort freudig zu! 😍
Nach einem gemütlichen Frühstück am Sonntag machten wir uns mittags auf den Heimweg.
Und wenn wir dachten der Stau am Freitag wäre fies gewesen, dann wurden wir jetzt eines Besseren belehrt! Allein bis nach Hannover brauchten wir 4(!) Stunden!!! Zweimal machten wir Stillpause und die Maus schlug sich erstaunlich gut. Sie hat zwar auch geweint, ließ sich aber einigermaßen beruhigen. Und zu Hause angekommen war der Stress vergessen. ☺️
Jetzt kann der nächste Ausflug kommen! 😉
Achja: auch mit den Stoffwindeln klappte es erstaunlich gut! Wir hatten sogar zu viele dabei! Aber besser als zu wenig! 😉

Im Stilldilemma

So fühle ich mich leider öfter…
Ich habe immer gedacht, Stillen würde total mein Ding sein. Der natürlichste Weg mein Kind zu ernähren, Bonding, kuscheln…
Aber oft fühle ich mich leider eher gestresst. Am liebsten gehe ich raus (in die Stadt, einkaufen, zur Rückbildung, etc), wenn die Maus frisch gestillt ist. Nicht, weil ich nicht in der Öffentlichkeit Stillen mag, dass ist mir total schnuppe! Aber Mausi verfällt leider oft von einer Sekunde zur nächsten in Hysterie in der sie nur durch Stillen bzw. Nuckeln an der Brust zu beruhigen ist. Auch trinkt sie mit „Publikum“ leider nicht ruhig und ausgiebig und ich muss sie dann öfter anlegen.
Und gerade dieses Nuckeln, ja sogar Dauernuckeln, ist es was mich stresst! Ich fühle mich dabei wie ein lebendiger Schnuller und ich muss zu meiner Schande gestehen, dass mich das total nervt! Ich kann diesen Situationen auch nichts Schönes, Kuscheliges abgewinnen, auch wenn ich weiß, dass das Muckelinchen diese Nähe einfach braucht.
Ich liege da dann manchmal verzweifelt mit ihr an der Brust und mir rollen die Tränen, weil ich wünschte ich könnte sie auch anders beruhigen und wissen möchte was sie plötzlich so hysterisch werden lässt (besonders abends beim ins Bett gehen), weil ich ein schlechtes Gewissen habe weil ich übers Abstillen nachdenke und weil ich nach einem Tag mit Dauernuckeln tatsächlich manchmal Schmerzen habe (trotz eincremen). Ich weiß, ihre Zähne schießen in den Kiefer im Moment, das juckt/schmerzt und sie braucht das Nuckeln…

Und dann gibt es sie, diese Tage wo sie mich beim Stillen glücklich anlächelt, ihre kleine Hand ruhig (statt wild trommelnd, kratzend und kneifend) auf meiner Brust ruhend, in Ruhe trinkend. Wo sie tatsächlich „nur“ zur Nahrungsaufnahme an der Brust ist, ich keine Schmerzen habe und ihre Nähe unheimlich genieße!
Ich genieße ihre Nähe, keine Frage. Auch wenn es anstrengend ist, liebe ich es, wenn sie auf meinem Arm schläft, am liebsten sowieso und immer auf dem Arm ist, aber ich bin glaube ich einfach nicht zum „Schnullerersatz“ gemacht…
Ich wollte auch nie, dass die Maus an der Hand nuckelt (Zahnfehlstellung und so) aber da sie den Schnuller immer noch verweigert, freue ich mich, dass sie ihre Hände entdeckt hat und jetzt gerne mal darauf rumkaut/lutscht, etc und es schafft, sich so ein paar Minuten selbst zu beruhigen.

So, das musste ich einfach aufschreiben. Ich weiß einfach, dass ich nicht alleine mit solchen Gedanken bin, auch wenn alle (viele) Mamis nach außen oft so tun, als sei alles in Ordnung, als seien sie nie gestresst und das Leben mit Säugling ein einziger Zuckerschlecken. Das ist es, zumindest hier, nicht!