Kontrollverlust

Genau den durchlebe ich hier und darunter leiden ausgerechnet meine Liebsten , mein Kind und meine Frau… 

ich krieg’s nicht in den Griff, kriege mich nicht in den Griff! 

Ich weiß nicht, woher es kommt, aber ich flippe einfach aus, schreie rum, haue mit der Hand auf den Tisch und mein Verständnis ist nicht existent! 

Die Trotzphase ist nicht nur bei der Muckeline jetzt allgegenwärtig sondern leider auch bei mir. Aber ich bin erwachsen, müsste, nein, muss mich im Griff haben! Mindestens einmal am Tag flippe ich aus, dann weine ich wieder… 
Alles ist scheiße! Ich habe mich auf den Urlaub gefreut und jetzt graut es mir vor weiteren 3 Wochen! 

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3 Jahre 

Meine liebe Muckeline, 

3 Jahre bist du nun schon alt. Unglaublich wie die Zeit vergeht. Dieses Jahr hast du auch zum ersten Mal verstanden was geburtstaghaben eigentlich bedeutet und dich sehr auf deinen großen Tag und die Gäste gefreut. Geschenke waren nach wie vor eher zweitrangig wichtig. Gefreut hast du dich aber trotzdem. Über deine erste „Baby Anabell“ die schlafen, lachen und weinen kann, gerne gekuschelt wird und Milch trinkt. Über einen Arztkoffer weil Arzt spielen deine Leidenschaft ist, über eine Schubkarre und Gartenhandschuhe weil du Opa so gerne im Garten hilfst. 😉 über eine Kasse mit Spielgeld, und noch ein paar Kleinigkeiten von deinen Gästen. 

Im Moment bist du manchmal sehr anstrengend, aber es passiert ja auch immens viel. Du wirst trocken, vor kurzem gab es ein neues große-Mädchen-Bett in dem du jetzt schon manchmal schläfst, du hast die Nachtmilch abgeschafft und verzichtest immer öfter auf die Einschlafmilch und nicht zuletzt wirst du ja bald große Schwester. Du freust dich sehr auf das Baby aber merkst schon jetzt manchmal dass es bedeutet Rücksicht zu nehmen und zurück zu stecken wenn Mama wegen dem dicken, harten Bauch nicht mehr alles kann. Und besonders wenn ich dich nicht so viel und lange tragen kann wie du es kennst und oft noch willst und einforderst. 

Du hast einen sehr starken Willen und weichst auch nicht schnell von deinem Kurs ab. Hast du dir was in den Kopf gesetzt, willst du es auch durchsetzen. Zumindest hier zuhause in deinem Reich bei denen die dir nahe stehen. Das zeigt mir, neben der ganzen Anstrengung und dem Frust den das manchmal bringt, wie gut unsere Beziehung ist. Das du dich sicher und geborgen fühlst. Das entschädigt dann wenigstens etwas. 😉 

Du singst und redest teilweise ohne Unterlass und kaum ein anderer kommt zu Wort. Man kann sich aber schon toll mit dir unterhalten, du kannst erlebtes sehr gut wiedergegeben und viele Dinge sehr gut verstehen und umsetzen. Das macht sehr viel Spaß und ist oft eine Erleichterung im Alltag. Du hast auch schon viel Empathie, entschuldigst dich manchmal schon wenn du merkst wir sind traurig weil du zBsp gehauen oder geschrieen hast. Wir fordern dich dazu nicht auf, aber wir entschuldigen uns ja auch bei dir wenn wir dir unrecht getan haben. 

Bleib einfach so wie du bist, unsere kleine große Muckeline. Wir lieben dich sehr und sind sehr froh das du so ein tolles Mädchen bist und zu uns gehörst. ❤️

3. Trimester 

Und schon war es da, das letze Drittel dieser Schwangerschaft. Etwas wehmütig bin ich schon aber auch voller Vorfreude auf unser Babymädchen 2punkt0 quasi. 😂 

Das Trimester begann mit einem auffälligen Glukosebelastungstest, zwar nur minimal auffällig, aber trotzdem doof. Für den Hebammenkreißsaal in dem ich entbinden möchte müssen Baby und ich absolut gesund sein. Zum Glück war der große Test aber gut und ohne nennenswerte Auffälligkeiten. Puh. 

Dafür hieß es dann letzte Woche beim 3. großen Schall, „Ihr Baby liegt immer noch quer, wenn das so bleibt stellen Sie Sich auf einen Kaiserschnitt ein.“ Bumm. Das sass irgendwie. Kaiserschnitt ist wirklich das letzte was ich möchte. Weder bin ich scharf drauf, dass mir eine riesengroße Nadel in den Rücken gestochen wird, noch, mir den Bauch aufschneiden zu lassen. Uff und nochmal uff. Bis zur 36. ssw muss Madam sich drehen, ob Po oder Kopf nach unten ist mir dabei erstmal egal, Hauptsache weg von quer. Danach wird’s eng. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und ich müssen wohl zum Vorgespräch für einen KS. 

Anfreunden kann ich mich damit bisher überhaupt nicht, ich hoffe ich muss es auch nicht. Wobei mir schon klar ist, dass sich das echt meiner Macht  entzieht und klar, wenn es so ist, ist es so. Doof ist es trotzdem. Eigentlich soll meine Madame den Startschuss geben und eigentlich möchte ich mit ihr eine Geburt erleben. Naja, mal abwarten, vllt gehören wir dann ja doch nicht zu den 0,3-0,6% die wegen Querlage einen KS brauchen. 🙄

Außerdem habe ich erfahren, dass ich zu dick bin, also meine Bauchdecke, und das mit ein Grund ist warum ich Baby oft so undeutlich, oder teilweise gar nicht, spüre. Das konnte man im Ultraschall auch wieder sehr gut sehen, sie turnt und ich merke einfach mal nichts. Da kommt aber alles zusammen irgendwie, Querlage, vorderwandplazenta und dann auch noch mein dicker Bauch. 😂 

Alles in allem geht es mir, bzw. uns, aber sehr gut. Beschwerden sind eigentlich keine da und auch mit meiner Zunahme von bisher 5,5kg bin ich sehr zufrieden. Ich bin gespannt wie die nächsten Wochen werden und blicke freudig dem Mutterschutz entgegen. 

2. Trimester; was es Neues gibt 

Ich bin ja nicht mehr sooo fleißig dabei was die Führung dieses Blogs angeht. Schande auf mein Haupt. Aber irgendwie bin ich dazu übergegangen mehr auf Instagram zu teilen was mich in dieser Schwangerschaft beschäftigt, bewegt, berührt. Das ist schnell getan und man kann schnell und unkompliziert mit gleichgesinnten komunizieren. Aber ich möchte meinen lieben Blog, über den ich schon so viele liebe Menschen kennengelernt habe, auch nicht ganz vernachlässigen. 🙂 

Also, mittlerweile bin ich schon in der 21. Schwangerschaftswoche angekommen. 6. Monat. Wahnsinn. Irgendwie kommt mir September noch so weit weg vor (was auch gut ist, es gibt noch so viel zu tun!) andererseits ist die Zeit seit unserem Sternchen nur so verflogen. In weniger als 3 Wochen steht da schon der ET vor der Tür. Also weiß ich ja auch wie schnell September hier sein wird. 😉 

Mir, uns, geht es gut. Bis auf ein paar kleine Wehwehchen habe ich keine Beschwerden, Sodbrennen hält sich in Grenzen, Rückenschmerz die meiste Zeit auch, und mein Bauch wird nur ganz selten mal hart, was dann unangenehm ist. Nervlich war diese Schwangerschaft nicht ganz so unbeschwert wie die erste, war ja aber eigentlich auch zu erwarten. Ich hab mir viele Sorgen gemacht und hatte vor jedem Ultraschall Angst Baby könnte nicht mehr leben. Zum Glück ist aber alles gut, es ist absolut zeitgerecht entwickelt und seit dem Wochenende spüre ich auch endlich ganz sicher und deutlich wenn es sich bewegt. Gestern Abend war es sogar recht lange, recht stark aktiv. Das ist wunderschön und unheimlich beruhigend. ❤ #bauchkeksliebe 

Letzte Woche war der 2. große Ultraschall, leider lag Baby etwas doof mit dem Gesicht nach unten und dem Kopf recht vergraben. Auf den ersten Blick sah alles gut aus aber den Kopf wird sich meine Gyn noch mal genauer anschauen, das Gehirn muss sie noch besser darstellen. Ich mache mir aber keine Sorgen, ich denke Baby ist gesund. 🙂 Einen schönen Blick aufs Gesicht gab’s zwar leider nicht, aber dafür wissen wir dass es noch ein Mädchen wird. 😍 wir sind schwer begeistert und verliebt. Auch die Muckeline weiß Bescheid. Sie freut sich sehr große Schwester zu werden und fragt mich jeden Tag ob das Baby jetzt schon rausgekommen ist. 😂 sie verfällt aber auch selbst immer öfter in den „Babymodus“ wo sie dann nichts kann und so weiter. Bin gespannt wie das noch wird. 

Seit heute bin ich bis Dienstag krankgeschrieben, mich hat ein grippaler Infekt erwischt (Killer Kita-Viren sei Dank!) und letztes Mal im März als ich so krass krank war bin ich die ganze Zeit arbeiten gegangen. Ende vom Lied war, dass ich das Ganze 3 Wochen mit mir rumgetragen habe. Und danken tut einem das eh keiner. Deswegen denke ich jetzt an mich und das Septembermädchen und bleibe zuhause. So! 🙂 

12+0

Wow das ging schnell bis hierhin. Jetzt stehen wir schon deutlich im März, alles steht voller Krokusse, Schneeglöckchen und sonstiger Frühblüher und ich bin langsam aber sicher durch die sognenannte „kritische Zeit“ getrudelt. 

Seit einer Woche trage ich Umstandshosen wenn ich aus dem Haus gehe. Nur meine Arbeitsklotte, (eine Art Jogginghose) und die gemütlichen chillerklotten für Zuhause, passen noch ohne zu drücken und einzuschneiden. Ich nehme das mal als sehr gutes Zeichen denn Gewicht habe ich (zum Glück) noch nicht zugelegt. 

In etwas mehr als 2 Wochen darf ich wieder zum Gyn. Von mir aus könnte ich wöchentlich gehen aber da alles gut aussieht habe ich den ganz normalen Rhythmus. Natürlich mache ich mir Gedanken und Sorgen. Vor einem plötzlichen Abgang mit Blutungen im 1. Trimester hatte ich sowieso keine Angst, vielmehr davor wieder mein totes Baby auf dem Ultraschall zu sehen und mein Körper hat nichts gemerkt. Da ich aber nach wie vor ein eigentlich positives Gefühl habe was unser Septemberbaby angeht, versuche ich diese komischen Gedanken nicht überhand nehmen zu lassen. So muss ich also noch etwas warten bis ich wieder Baby – tv bekomme. Vielleicht bekommen wir dann aber schon eine Geschlechtstendenz. Immerhin bin ich dann Mitte 15. Woche. Bei der Muckeline war die Tendenz damals zwar falsch, aber wer weiß. 

Mein Gefühl ist sich nicht sicher. Ich hätte ja schon sehr gerne ein 2. Mädel, aber irgendwie tendiere ich fast etwas Richtung Junge.  Wer weiß. 😉 

Schwangerschaftsupdate 1


Am Freitag war ich endlich bei der Gyn um die Schwangerschaft bestätigen zu lassen. Dieses Mal war ich viel, viel, viel hibbeliger vorher und unglaublich nervös. Von Donnerstag auf Freitag hab ich kaum schlafen können und Freitag dachte ich schon ich kipp aus den Latschen während wir warten mussten. Ich hatte so eine Angst dass es nicht da sitzt wo es muss oder sonstwas komisches passiert. Zumal meine (wieder kaum vorhandenen) Anzeichen diesmal auch anders sind als bei der ersten Schwangerschaft. Ich hab viel mehr „Schmerzen“ im Unterleib und im unteren Rücken, ab und zu gaaanz leichte Übelkeit gepaart mit Schwindel, weniger ZS als letztes Mal (wobei das langsam mehr wird) und alles in allem fühle ich mich einfach anders. Aber irgendwie gut anders. Glücklicher? 

Um 12:15 waren wir endlich dran. Ohne langes Geplänkel ging es direkt zum Ultraschall und es fand sich eine „wunderschöne intrauterine Fruchthöhlung“  um es mit den Worten meiner Gyn zu sagen. 😍 


Ich war sehr glücklich und unendlich erleichtert und musste mir beim rausgehen glatt ein paar Tränchen verdrücken. 😍 

Die Freude hielt leider nur kurz, denn freute ich mich erst über die überdurchschnittlich große Fruchthöhle, bekam ich irgendwann Angst sie könnte zu groß sein. Eine Freundin ist exakt eine Woche weiter als ich und ihre Fruchthöhle war an 6+1 „erst“ 12mm groß, meine an 5+4 schon knapp 18mm. Und dann hab ich das falscheste gemacht was ich machen konnte, ich hab gegoogelt. Natürlich habe ich allerhand schreckliches gefunden. Meine Fruchthöhle ist 1cm größer als der Durchschnitt und das kann von Zwillingen über Gendefekt bis Fehlgeburt alles bedeuten. Ich hatte wirklich große Angst und viele Sorgen, hab mir das Hirn zermartert und mich dafür noch mehr zermürbt weil ich ja weiß dass das Gift ist. 

Wie auch immer, Sonntag stieß ich irgendwann auf eine Tabelle die vermuten ließ, dass die „Norm“ bei 5+4 zwar 8mm sind, 18 aber noch total okay und überhaupt nicht schlimm. Das beruhigte mich schon sehr und da ich heute morgen eh nochmal zu Blutabnahme musste, habe ich mich gleich nochmal bei meiner Gyn rückversichert und sie sagte es sieht wirklich alles super aus und im E-Fall ist groß allemal besser als klein. 

Ich bin sehr erleichtert und fühle mich eigentlich in meinem positiven Gefühl, was diese Schwangerschaft betrifft, bestärkt. 🙂 und ich habe mir vorgenommen nie mehr an einem Freitag   oder vor einem Feiertag zum Gyn zu gehen einfach damit ich im Fall der Fälle telefonisch Rücksprache halten kann und nicht wieder anfange mir die Finger wund zu googlen! 👆🏻

Zweieinhalb 

Wahnsinn wie die Zeit vergeht, Wahnsinn was du schon alles kannst, wie groß du geworden bist und was in dem letzten Jahr alles passiert ist. 

Du singst mit Leidenschaft und kannst dir unwahrscheinlich gut Texte merken. Du liebst Bücher und kannst nicht genug von ihnen haben. Vorlesen ist ein tägliches Ritual, einige Bücher kannst du quasi auswendig und korrigierst einen wenn man etwas falsch sagt. Seit kurzem bist du leidenschaftliche Puppenmama. Zwar begleitet deine Puppe „Puppe“ dich schon seit langem, aber erst seit etwa 3-4 Monaten muss sie überall mit hin, schläft mit im (Familien)Bett, wird getragen, getröstet und verwöhnt. Dein 2. liebster begleitet ist der kleine Affe Coco den du zu Weihnachten bekommen hast. Außerdem liebst du deine „Pferdefarm“ von schleich und spielst mit Ihnen und/oder deinen Duplofiguren richtige Geschichten. Manchmal, wenn Mama Abendbrot macht, darfst du Fernsehen. Dann guckst du immer Peppa Wutz, die findest du ganz toll und kannst nicht genug von ihr bekommen. 

Mittlerweile kann man sich mit dir sehr gut unterhalten, du erzählst wie dein Tag war, was dich beschäftigt und was du machen möchtest. Ebenso stellst du viele Fragen und bist sehr wissbegierig was deine Umwelt betrifft. Du kennst deinen vollen Namen, deine volle Adresse, die Adresse der Kita und kannst bis 10 zählen. Du merkst wenn du auf Toilette musst aber findest die Windel oft noch bequemer.

Es gibt bestimmt noch viel mehr zu erzählen aber das wichtigste ist, dass wir dich sehr lieb haben und sehr stolz auf das kleine, höfliche Mädchen sind das aus dir wird und schon geworden ist. ❤